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Meine Stadt Hier tanzt Hannover in den Mai – und noch mehr Wissenswertes
Hannover Meine Stadt Hier tanzt Hannover in den Mai – und noch mehr Wissenswertes
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16:18 30.04.2019
Emotionale Sache: Mai-Käfer-Treffen auf dem Messegelände. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Hier erfahrt ihr alles Wissenswerte über den Mai:

TANZ IN DEN MAI

Eine der größten Partys, mit der der Wonnemonat in Hannover begrüßt wird, läuft im Schauspielhaus (Prinzenstraße 9): „Tanz in den Mai“ beginnt um 22.30 Uhr, Tickets an der Abendkasse kosten 15 Euro. Musik gibt es auf zwei Ebenen: Im Foyer spielt „Disko Jutta“ Pop und Diskoklassiker, im Saal gibt es House, Charts, R’n’B, Funk und Soul von den DJs Kayhan und Fox. Drinks kann man auch auf der Sommernachtsterrasse genießen.

Grund zum Feiern: Tanz in den Mai.

„Rock in den Mai“ – so heißt das Programm im Brauhaus Ernst August (Schmiedestraße 13). Die Rockkantine serviert ein Live-Menü aus Classic Rock, Diskoknallern und Neuer Deutscher Welle. Los geht es um 21 Uhr, Eintritt: fünf Euro.

Zur Ü50-Party lädt die Bar Marlene (Prinzenstraße 10). Tanzbeginn ist um 20 Uhr, der Einlass startet sogar schon um 19 Uhr. Gespielt wird ein bunter Mix aus Adele, Santana, Pink, Amy Winehouse und Bob Marley. Mitfeiern kostet fünf Euro.

Depeche-Mode-Fans pilgern ins Musikzentrum (Emil-Meyer-Straße 26). Dort beginnt um 20.30 Uhr ein Konzert mit Seelennacht und Frozen Plasma, ab 23 Uhr legen die DJs Lo-Renz und Crax auf. Karten kosten 25 Euro. Wer nur zur Party will, zahlt fünf Euro.

Im Bahnhof Leinhausen (Herrenhäuser Straße 126) treffen sich Ü30er zur Maiparty. Gespielt wird eine Mischung aus Rock, Pop und Charts, Eintritt: acht Euro.

„X-tra schrill aus dem April“ nennt sich traditionell der Abend im Pavillon (Lister Meile 4). Für zwölf Euro Eintritt feiert man mit bei der schwul-lesbischen Party, die DJ Tim Mason mit einem wilden Musikmix auf Touren bringt. Beginn: 21 Uhr.

„Faust in den Mai“: In der 60erJahre-Halle und dem Mephisto an der Bettfedernfabrik in Linden-Nord läuft Acid, Rock, Alternative und Indie. Um 23 Uhr geht es hier los, sechs Euro Eintritt zahlen Partygänger.

„Tanz in den Heinz“ ist ab 23 Uhr das Motto im Kellerclub Bei Chez Heinz (Liepmannstraße 7b). DJ Nick legt im Saal Querbeet-Tanzmusik auf, im Salon läuft Elektro vom DJ-Team Nacht-Frequenz. Bis Mitternacht kostet der Eintritt drei Euro, danach sechs Euro.

Das Capitol (Schwarzer Bär) lädt ab 21 Uhr zur großen Maiparty. Die DJs Michael Gürth und Giorgio S. bringen den Club mit Rock, Pop und Dance in Bewegung. Mitfeiern kostet fünf Euro.

„May I dance?“ ist die Frage der Nacht im Club Lux am Capitol. Ab 23.30 Uhr tanzt man hier zu Disco, House, Funk und Hip-Hop. Eintritt: sechs Euro.

Und auch der 1. Mai ist in jeder Hinsicht ein Feiertag:

Auf dem Messeparkplatz Ost beginnt um neun Uhr das legendäre Maikäfertreffen, der Eintritt ist frei.

Mai-Käfertreffen auf dem Messegelände. Quelle: Florian Petrow

Ab elf Uhr läuft das Radrennen über den Lindener Berg, um 15 Uhr beginnt das Hauptrennen.

Umsonst und draußen: Das Internationale 1. Mai-Fest auf dem Faustgelände bietet ab 14 Uhr LiveMusik aus allen Genres, ein Kinderund Kulturprogramm, internationale Speisen, Getränke und viele Infostände von Vereinen und Initiativen.

Das Bei Chéz Heinz (Liepmannstraße 7b) macht unter dem Motto „Heinz muss bleiben“ auf die drohende Schließung aufmerksam. Ab 15 Uhr spielen Bands wie Wisecräcker und Spielvereinigung Linden Nord, der Eintritt kostet sieben Euro.

 

DIE MAIBOWLE

Der Mai schmeckt nach Waldmeister! Und ist gut für Leib und Seele – das schrieb bereits im Jahr 854 der Benediktinermönch Wandalbertus aus dem Kloster Orüm. Der „Maitrank“ sollte Herz und Leber stärken. Die anregende Wirkung des Waldmeisters wussten bereits die Wikinger zu schätzen, die ihr Bier damit aromatisierten. Der Wirkstoff Cumarin beschwingt und hilft in geringer Dosierung auch gegen Kopfschmerzen. Die Überdosierung kann aber gefährlich werden. Für die Bowle gilt es folgende Regeln zu beobachten:

Waldmeister (bekommt man auch auf Märkten oder in Bioläden) wächst in großen Gruppen in Laubwäldern. Möglichst ernten, bevor er blüht – dann ist der Cumarin-Gehalt noch nicht so hoch.

Die Blätter über Nacht anwelken lassen – so kann sich das Aroma entfalten.

Die Stängel bündeln, an einem Faden kopfüber in die Bowle (am besten zwei Liter kalter Weißwein und ein Liter Sekt, alkoholfreie Variante mit Mineralwasser) hängen und 20 Minuten ziehen lassen – die Schnittflächen dürfen den Wein nicht berühren!

DER HOCHZEITSTERMIN

Bei Brautleuten steht der Mai traditionell hoch im Kurs. Wer jetzt noch „Ja“ sagen will, muss sich ranhalten: 195 Hochzeiten sind an Hannovers Standesamt vorgemerkt – „es sind noch Termine verfügbar“, sagt Stadtsprecher Udo Möller. „Sie sind aber nur noch im Ausnahmefall umsetzbar“. Denn vorab müssen die Unterlagen von einem Standesbeamten geprüft werden. Noch beliebter ist der Juli: 2018 gingen 256 Paare den Bund fürs Leben ein. Das muss nicht nur in den Trauzimmern des Alten Rathauses (werktags kostet das 40, an Sonnabenden 80 Euro) passieren, beliebt sind auch diese Locations:

Hörsaal der Leibniz-Uni (240 Euro, nur freitags in den Semesterferien).

Maschsee-Solarboot (350 Euro, am ersten Dienstag in den Monaten April bis Oktober).

Meyers Hof im Zoo (300 Euro inklusive Zoo-Eintritt).

Neues Rathaus (150 Euro).

Wilhelm-Busch-Museum und Galerie Herrenhausen (je 200,65 Euro).

Historische Straßenbahn (500 Euro).

DER MUTTERTAG

Ein Datum, das Kinder jeden Alters keinesfalls vergessen sollten: Am zweiten Sonntag im Mai ist Muttertag – dieses Jahr ist es der 12. Mai. Die Ursprünge dieses Ehrentages gehen weit zurück bis ins antike Griechenland, damals war „Mutterkult“ ein Brauch. Auch die Kirche ehrte die Mutter: Zur Zeit des englischen Königs Heinrich III. im 13. Jahrhundert wurde am „Mothering Sunday“, dem vierten Sonntag im Mai, „Mutter Kirche“ geehrt. Als Begründerin des heutigen Muttertags gilt die Methodistin Anna Marie Jarvis. Deren Mutter war am 8. Mai 1905 gestorben – am Sonntag nach dem zweiten Todestag rief sie das „Memorial Mothers Day Meeting“ aus. Ein Jahr später setzte sie durch, dass allen Müttern eine Andacht gewidmet wurde, startete eine Initiative zur Einführung als offiziellen Feiertag. 1914 erließ der US-Kongress eine Resolution, Präsident Woodrow Wilson erklärte den zweiten Mai-Sonntag zum Muttertag. Im Lauf der Jahre wurde der Tag von Floristen und Schokoladenindustrie vereinnahmt. Anna Jarvis kämpfte deshalb für die Abschaffung – erfolglos.

DIE MAIKÄFER

Wilhelm Busch setzte den Maikäfern ein literarisches Denkmal: „Max und Moritz, immer munter, schütteln sie vom Baum herunter.“ Eine Plage sind die Insekten schon lange nicht mehr. Sie ernähren sich vorwiegend von den Blättern von Laubbäumen, die Larven fressen aber auch Wurzeln an und schädigen so die Pflanzen – als Schädling wurde der Maikäfer bis in die 70er Jahre mit inzwischen verbotenen Insektizid DDT bekämpft. Waldbesitzer (vor allem in Süddeutschland) schätzen die Tiere heute aber immer noch nicht. Im Norden ist eher der FeldMaikäfer verbreitet. Das Insekt braucht vier Jahre, um sich vom Engerling zum ausgewachsenen Käfer zu entwickeln. Dann gräbt sich der dicke Brummer Ende April aus dem Boden. Mit Beginn der Dämmerung fliegt er bis zur Dunkelheit. Er dient verschiedenen Vögeln, aber auch Mäusen und Igeln als Nahrung. In der Natur leben Maikäfer nur vier bis sechs Wochen. Auch ohne Max und Moritz, die die Maikäfer im Busch-Gedicht einfach erschlugen: „Guckste wohl! Jetzt ist’s vorbei mit der Käferkrabbelei!“

Von Julia Braun, Andrea Tratner

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