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Meine Stadt Stiftung plant „Ein Zuhause“ für Obdachlose
Hannover Meine Stadt Stiftung plant „Ein Zuhause“ für Obdachlose
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20:34 20.02.2019
Entwurf: So soll das Haus aussehen, in dem bald schon 15 Wohnungslose leben könnten. Quelle: Visualisierung: Mosaik Architekten bda
Hannover

Eine Mietwohnung zu finden ist für die meisten Menschen heutzutage eine erhebliche Belastung. Steigende Mieten, Bonitätsnachweise, Maklergebühren – der Aufwand ist erheblich. Doch noch schwieriger ist es für wohnungslose Menschen. Sie haben kaum mehr eine Möglichkeit, an einen regulären Mietvertrag zu kommen.

Neue Herangehensweise an Wohnsituation

Das wollen die Stiftung „Ein Zuhause“ und Stadt nun ändern. Ende 2017 beauftragte der Rat die Verwaltung, neue Konzepte vorzustellen, die Wohnungslosen einen einfachen Zugang zu Mietwohnungen ermöglichen. Ein Ergebnis: Gemeinsam mit der Stadt will die Stiftung auf einem städtischen Grundstück im Karl-Imhoff-Weg (Vahrenwald) einen Neubau errichten, in dem es 15 Wohnungen für Obdachlose geben soll. Gespräche dazu laufen zurzeit.

„Wir wollen die Menschen direkt mit Wohnraum und einem unbefristeten Mietverhältnis versorgen“, erklärt Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf. Darüber hinaus solle es dann eine begleitende Betreuung im haus durch Sozialarbeiter geben, die den Menschen auch im Alltag helfen.

Bisher verfolgte die städtische Sozialpolitik den entgegengesetzten Ansatz: Erst sollten die Menschen auf das Leben in einer Wohnung vorbereitet werden, bevor sie einziehen können. Das stellte sich in vielen Fällen offenbar als ineffektiv heraus. Deswegen will man nun den Menschen zunächst ein festes Dach über dem Kopf bieten – als Grundvoraussetzung, um überhaupt ein geregeltes Leben führen zu können.

Gutes Beispiel ist Wien

Ein Beispiel nimmt man sich dabei an Städten wie Wien. „Da hat man gezeigt, wie man Wohnungslose wieder in die Gesellschaft integrieren kann“, erklärt Eckart Güldenberg von der erst vor Kurzem gegründeten Stiftung „Ein Zuhause“. In der österreichischen Hauptstadt hat man es geschafft, Wohnungslose langfristig in Wohnungen unterzubringen und von rund 150 Menschen betreuen zu lassen.

Mehr Wohnplätze sollen folgen

Angesichts der 15 Plätze weiß Dezernentin Beckedorf aber auch: „Das kann nur ein Anfang sein.“ Mehr solcher Projekte sollen realisiert werden. Darauf weist auch die Linksfraktion hin: „Es bedarf jedoch noch deutlich mehr Anstrengungen nach dem Housing-First-Prinzip, um die Wohnungsnot schnell und effektiv lindern zu können“, sagt der baupolitische Sprecher Dirk Machentanz.

Baubeginn für das zwei Millionen Euro teure Projekt soll noch in diesem Jahr sein und über Förderprogrammen und Stiftungsmittel finanziert werden.

Von Janik Marx

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