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Meine Stadt Visionen von Marc Hansmann: Bekommt Hannover eine Hafen-City?
Hannover Meine Stadt Visionen von Marc Hansmann: Bekommt Hannover eine Hafen-City?
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15:27 21.06.2019
Marc Hansmann Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Bisher Hafenstandort, bald Hafen-City? Marc Hansmann, OB-Kandidat der SPD, will am Lindener Hafen Tausende von Wohnungen bauen lassen. Die Schifffahrt könne nach Misburg verlagert werden, schlägt er vor. Möglich sei in Linden ein „Leuchtturmprojekt“ für neues Wohnen – generationsübergreifend, barrierefrei, attraktiv.

Die Hafen-City gehört zu den kühnsten Visionen im Wahlprogramm des 48-jährigen ehemaligen Stadtkämmerers. Das steht unter dem Titel „Hannover.Besser. Machen.“ und konzentriert sich auf drei Schwerpunktthemen: die Stadt gerechter machen, Wohnen bezahlbarer machen und klimafreundlicher werden.

20.000 Wohnungen in 10 Jahren

Bis zu 20.000 Wohnungen sollen in zehn Jahren entstehen. Außer den begonnen Großprojekten wie Kronsrode (3500 Wohnungen), Wasserstadt Limmer (1800 Wohnungen) und Schwarze Heide Stöcken (bis zu 2000 Wohnungen) sieht Hansmann Flächenpotenziale auf dem Gelände der Deurag-Nerag-Raffinerie in Misburg und eben am Lindener Hafen.

Natürlich kenne er das Altlastenproblem in Misburg, sagt der heutige Enercity-Finanzvorstand. Aber bei angemessener Beteiligung des bisherigen Eigentümers und dem günstigen Zinssatz sei das Projekt machbar, selbst wenn es 100 oder 200 Millionen Euro koste. „Das ist strategisch gedacht – kein Wolkenkuckucksheim.“

Mietpreise sollen stabil bleiben

Durch das Bauen im großen Stil blieben Mietpreise stabil, meint Hansmann. Er setzt sich auch für die Schaffung von Betriebswohnungen ein. Unternehmen müssten Anreize dafür erhalten. Damit nicht 20 Jahre verstreichen von der ersten Bebaungsidee zur Umsetzung (wie in der Wasserstadt Limmer) sei der „Dienstleistungscharakter“ der Bauverwaltung zu stärken. Erster Ansatz: volldigitalisierte Abläufe, Architekten und Bauherren als Partner verstehen, eine neue moderne Bauverwaltung errichten –“wenn möglich am historischen Standort links neben dem Rathaus“.

Mehr Einsatz gegen Kinderarmut

Die gerechtere Stadt ist dem OB-Kandidaten der SPD ein Herzensthema wegen gestiegener Kinderarmut. Er fordert einen Runden Tisch, der Strategien dagegen erarbeiten soll, aufsuchende Sozialarbeit, um Alleinerziehende und Eltern mit ausländischen Wurzeln zu unterstützen. Ihre Kinder sollten in Krippen gehen und so gefördert werden, dass sie spätestens bei der Einschulung fließend Deutsch sprechen.

Hansmanns Versprechen: „Wir werden dafür sorgen, dass kein Kind die Schule ohne Abschluss verlässt.“ Natürlich müsse die Betreuung der jungen Hannoveraner verbessert werden - nicht nur den Ausbau von Plätzen, sondern auch durch flexiblere Abholzeiten in der Ganztags-Grundschule.

Kohlekraftwerk auf Biomasse umstellen

Auch beim Thema Nr. 3, dem Einsatz für mehr Klimafreundlichkeit, kommt ein großer Wurf. Ein Block des Kohlekraftwerks Stöcken soll auf Biomasse umgestellt werden. Hansmann: „Das ist in Deutschland einmaliger Schritt, der mindestens 600.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen wird.“

Gefördert werden die Alternativen zum Auto. Das Fahrradfahren durch Verbesserungen des Netzes, mehr Stadtbahnfahren durch neue Trassen. Vorschlag an die Region: Die Linie 10 nicht am Hauptbahnhof enden lassen, sondern bis zum Bismarckbahnhof verlängern, die Linie 17 zum Hanomaggelände führen.

Von Vera König

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