Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannovers Studentenwohnheime erwarten Ansturm
Hannover Meine Stadt Hannovers Studentenwohnheime erwarten Ansturm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:06 14.05.2011
Ein Student blickt auf das Schwarze Brett in der hannoverschen Leibniz-Universität, an dem ein Zettel zur Wohnungssuche hängt. Quelle: dpa

HANNOVER / BRAUNSCHWEIG / BREMEN. Rund 50 000 niedersächsische Abiturienten erwartet das Kultusministerium in Hannover in diesem Sommer, weil im Doppelabiturjahrgang die zwölfte und 13. Klasse gemeinsam den Abschluss machen. Mehr bezahlen müssen die Studenten für ihre Unterkunft im Wohnheim aber wohl nicht, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab.

"Wir rechnen damit, dass der Run in den nächsten Wochen losgeht", sagte Sabine Kiel vom Studentenwerk Hannover. Schon jetzt gebe es in Hannover eine erhöhte Nachfrage nach Unterkünften, hat Kiel beobachtet. Zwar warteten viele noch ab, ob sie eine Zusage für ihren Wunschstudiengang bekommen. "Aber dann werden wahrscheinlich mehr junge Leute als sonst, bei uns in der Schlange stehen."

Zwischen 160 und 300 Euro kosten die Wohnheimzimmer und Appartments in Hannover pro Monat. Eine Erhöhung sei wegen des doppelten Abiturjahrgangs aber nicht geplant. "Wir sind schließlich ein sozialer Dienstleister", sagte Kiel.

Das Studentenwerk Braunschweig erwartet die erste große Bewerbungswelle im Juni. "Anfangs ist die Nachfrage meist sehr groß und es gibt Wartelisten", berichtete die Pressesprecherin Petra Syring. Das liege daran, dass sich viele Studenten auch "blind" bewerben, ohne den späteren Studienort zu kennen und später den Antrag wieder zurückziehen.

Mit Engpässen rechnet Syring durch den doppelten Abiturjahrgang aber nicht. Schließlich gebe es im Einzugsbereich des Studentenwerks Braunschweig mehr als 4000 Wohnheimzimmer in zehn Universitätsstädten. Dazu zählen unter anderem Hildesheim, Lüneburg, Wolfsburg und Salzgitter. "Erfahrungsgemäß entspannt sich die Situation nach wenigen Monaten wieder."

Ähnlich sieht die Wohnungssituation in Bremen aus. "Jedes Jahr haben wir mit einem enormen Ansturm an Studierenden zu kämpfen", erzählte der stellvertretende Geschäftsführer vom Studentenwerk Bremen, Hauke Kieschnick. Dieses Jahr sei er aber bislang nicht höher als in den vergangenen Jahren. Auch die Mietpreise seien trotz der steigenden Nebenkostennachzahlungen gleich geblieben: Zwischen 190 und 245 Euro müssen Studierende für ein Zimmer oder ein Appartement in einem der elf Wohnheime in Bremen und Bremerhaven zahlen. Die Zimmer seien vor allem für Studierende mit knappem Geldbeutel sehr beliebt, sagte Kieschnick. Es könne aber schon mal zu Wartezeiten kommen - vor allem zu Semesterbeginn. "Wir versuchen, alle Studenten unterzubringen."

Die Studentenwerke in Niedersachsen und Bremen versprechen allen künftigen Studenten bei der Unterkunftssuche mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Neben einen Platz im Wohnheim gebe es viele WG-Zimmer zur Miete. Sollte jemand dennoch Probleme haben eine Bleibe zu finden, dem rät Kiel aus Hannover: "In den ersten Tagen können die Studenten Unterschlupf in einer günstigen Jugendherberge finden." Für den Studienstart gebe es auch die Möglichkeit in einem Vorort oder einer benachbarten Stadt zu wohnen und für das erste Semester vorerst mit dem Zug zu pendeln. "Bei uns ist die Wohnsituation aber viel entspannter, als zum Beispiel in München", sagte Kiel. "Im Süden würde ich jedem neuen Studenten zu einem Wohnmobil raten." (dpa)

Mehr zum Thema

Hannovers Hochschulen sind auf zusätzliche Studienanfänger wegen der Aussetzung von Wehr- und Zivildienst offenbar gut vorbereitet.

21.02.2011

Studienanfänger in Niedersachsen haben trotz des doppelten Abiturjahrgangs in diesem Jahr gute Chancen, einen Studienplatz zu finden.

13.01.2011

Angesichts von Plagiatsfunden in den Doktorarbeiten von prominenten Politikern wie Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Silvana Koch-Mehrin (FDP) will die Universität Hannover künftig in allen Fakultäten eine Plagiatssoftware einsetzen.

12.05.2011