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Meine Stadt Neustart nach Niederlage: SPD sucht nach einer Doppelspitze
Hannover Meine Stadt Neustart nach Niederlage: SPD sucht nach einer Doppelspitze
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18:22 05.11.2019
Schwierige Zeiten: Alptekin Kirci (links) will nicht mehr als Parteichef antreten. Das Bild zeigt ihn mit Marc Hansmann, der als SPD-Kandidat das Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters bereits in der ersten Runde verloren hatte. Quelle: picture alliance/dpa
Hannover

Am Donnerstag soll der Fahrplan stehen. Dann will Hannovers SPD sich darauf verständigen, wie ihr Parteitag am 11. Januar laufen kann. Innerhalb von neun Wochen muss sie einen Vorsitzenden finden. Besser noch ein Führungsduo, denn das ist der Wunsch vieler Ortsvereine.

Schon am Abend von Marc Hansmanns Niederlage bei der OB-Wahl hatte Alptekin Kirci mitgeteilt, dass er als Parteichef nicht wieder antreten werde. Ein möglicher Nachfolger ist nicht in Sicht. Eine Doppelspitze zu präsentieren, die glaubhaft für Aufbruchstimmung steht, macht die Wahl nicht einfacher.

Streit über Wahlempfehlung

Vielen Genossen scheint es, als stehe die Partei nach den 73 Jahren, in denen sie den hannoverschen OB stellte, vor einer Zerreißprobe. Das hat sich am Montagabend auch in der Sitzung des Beirats dokumentiert, als über die Frage Wahlempfehlung ja oder nein gestritten wurde.

Am Ende ging die Entscheidung denkbar knapp aus. Neun waren für ein Votum, acht dagegen, zwei enthielten sich. Sich anschließend auf den Grünen Belit Onay als Wunsch-OB zu verständigen, fiel eindeutiger aus.

Keine Casting-Tour geplant

Die 20 Ortsvereine im Stadtverband wollen künftig stärker eingebunden werden bei Entscheidungen. Das muss nicht – wie auf der SPD-Bundesebene – für die Kandidaten zur Casting-Tour an die Basis führen.

Von einer Interimslösung für die Parteispitze wollen Hannovers Genossen nichts wissen. Sie erwarten Vorschläge aus den Ortsvereinen. Und zwar nicht die von prominenten Mandatsträgern wie Doris Schröder-Köpf oder Stefan Politze, die einigen auf Anhieb einfielen.

Die Erwartungen an die neue Doppelspitze sind enorm. Aus der Kommunalwahl 2021 müsse die SPD als stärkste politische Kraft herausgehen, heißt es. Laut Forsa-Umfrage für die Madsack Mediengruppe reicht es derzeit mit 20 Prozent Zustimmung nur für Platz 3 – nach Grünen (30 Prozent) und CDU (27 Prozent).

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Von Vera König

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