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Meine Stadt Hannovers Kneipen sterben
Hannover Meine Stadt Hannovers Kneipen sterben
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06:35 12.04.2012
Von Maren Weitz
Enzo Fumiento von der Rumpelkammer: Seit man bei ihm wieder rauchen darf, läuft es besser Quelle: Nancy Heusel
Hannover

„Die Kneipenkultur hat sich in den vergangenen zehn Jahren stark verändert. Die klassische Kneipe ist nicht mehr das, was die Leute heute wollen“, sagt Sascha Röhl, der Anfang des Jahres das Plümecke an der Voßstraße von seinen Eltern übernommen hat. Obwohl er mitbekommt, dass immer mehr Betriebe in seiner Umgebung dichtmachen, will er die Kultkneipe in der List am Leben halten. „Das Problem ist, dass der Nachwuchs fehlt. Die treffen sich nicht mehr auf ein geselliges Bierchen in der Kneipe“, meint Röhl. Er bedauert die Trendwende zur Systemgastronomie. „Jeder Stadtteil hat seine urigen Kneipen und jetzt sterben sie aus.“

Trotz unzähliger Studenten leiden auch die Gastronomen in der Nordstadt. Gleich zwei Betriebe haben im vergangenen Jahr allein am Schneiderberg dichtgemacht. Die Räume werden heute als Kindertagesstätte und Büro genutzt. „Für uns ist es wichtig, Stammkundschaft zu haben. Hier kommt selten mal jemand einfach so reingelaufen“, sagt Udo Czerwinski vom Kuriosum. Für ihn läuft es ganz gut. Als er vor 13 Jahren das Kuriosum übernommen hat, übernahm er auch einen großen Teil der Stammgäste. Anders sieht es in der Kneipe ein paar Häuser weiter aus. „Fünf oder sechs Betreiber haben sich da versucht. Keiner hat es geschafft“, sagt Czerwinski. Auch Erika Schlange von der Kneipe Klein Kröpcke bestätigt den Kneipen-Rückgang. „Es ist heute sehr, sehr schwer etwas aufzumachen. Die Leute versuchen innovativ zu sein, was gerade in der Kleingastronomie nicht einfach ist“, so Schlange. Mit ihren Ideen würden sich die Neu-Gastronomen ein Jahr halten, dann käme der Nächste und die Gäste müssten sich wieder umstellen.

Den ständigen Betreiberwechsel kritisiert auch Jan Verhagen von der Kneipe „Und der böse Wolf ...“: „Das ist ein Problem für die Gastro-Szene. Allerdings gibt es das auch schon seit 20 Jahren.“ Sobald in Linden eine Lücke aufgehe, werde die wieder mit einem neuen Konzept gefüllt. Doch nicht mit einer urigen Eckkneipe. „Die sterben mit ihren Stammgästen so langsam aus. Es muss Nachwuchs rangezüchtet werden“, sagt Karl-Matthias Möhlmann vom Café Caldo. Auch der Traditionsladen an der Langen Laube kämpft derzeit ums Überleben. „Wir haben uns dem Markt angepasst, haben nur noch am Wochenende auf und hoffen, dass es funktioniert“, so Möhlmann.

Kaschili läuft achtsam über die Auslaufwiese zwischen Krankenhaus Siloah und Ihme (Linden). Sie ist noch ein bisschen geschwächt. Bevor Frauchen sie mit auf die Wiese nahm, musste sich der kleine Tibet-Terrier zu Hause übergeben. Kaschili ist ein Opfer des Hundehassers.

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