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Meine Stadt Hannovers Ex-OB Schostok zum Sprachpanscher des Jahres gewählt
Hannover Meine Stadt Hannovers Ex-OB Schostok zum Sprachpanscher des Jahres gewählt
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11:16 30.08.2019
Zum Sprachpanscher 2019 gewählt: Stefan Schostok.
Zum Sprachpanscher 2019 gewählt: Stefan Schostok. Quelle: Dröse
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Hannover

Mit Mitarbeiter*innen, „Wählenden“ und „Radfahrenden“, einem Redepult statt einem Rednerpult und mit „Lehrenden“ statt Lehrern hatte Schostok zu Beginn des Jahres für bundesweites Aufsehen gesorgt. Und mit der Vorschrift, das Wort „je­der“ durch „alle“ zu ersetzen, hat er nach Ansicht der Sprachfreunde sogar die Bedeu­tung von Aussagen manipuliert.

Um den zweiten Platz in dem Feld aus fünf Kandidaten stritten Verkehrsminister Scheuer und Modeikone Heidi Klum, bekannt durch ihre Fernsehsendung „Germany‘s Next Topmodel“ mit jeder Menge Challenges für junge Damen mit viel Personality.Verkehrsminister Scheuer als folgender Zweiter erhielt die Quittung für sein Wer­beplakat „Looks like shit. But saves my life“. Das ruft eine leichtbekleidete, aber be­helmte junge Radfahrerin anderen jungen Zweiradfahrern zu. Während bisherige Pro­teste vor allem die sexistischen Anspielungen dieses Plakats bemängelten, halten die Dortmunder Sprachfreunde die Unterstellung, deutsche Jugendliche wären nur noch auf Englisch anzusprechen, für mindestens genauso schlimm.

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Auf den Plätzen 4 und 5 landeten der BUND („hackAIR – Bürger*innen messen Feinstaub“) und die Firma Süd­zucker mit ihrer „Puder Zucker Mühle“.

Wahlberechtigt waren die Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache. Es wurden 3134 Stimmen abgegeben, davon Schostok 1542, Scheuer 624, Klum 502, BUND 421 und Südzucker AG 48. Zu den bisherigen Sprachpanschern des Jahres zählen die Bahn­chefs Hartmut Mehdorn und Johannes Ludewig, die Politiker Klaus Wowereit (Be Ber­lin) und Ursula von der Leyen, Postchef Klaus Zumwinkel, Telekom-Chef René Ober­mann und Obermanns Vorvorgänger Ron Sommer, der den Reigen der Sprachpan­scher im Jahr 1998 eröffnet hatte. Aber auch der Duden wurde schon gewählt. Und der Sieger des Jahres 2018 war der Deutsche Fußballbund; er hatte seine Kicker wäh­rend der WM in Russland in einem Bus mit der Aufschrift „Best never rest“ übers Land geschickt.

Von NP