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Meine Stadt Hannoveranerin Elsa Peck wird 110.
Hannover Meine Stadt Hannoveranerin Elsa Peck wird 110.
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06:16 23.04.2012
Ein Leben voller Erinnerungen: Elsa Peck feiert heute ihren 110.Geburtstag. Quelle: Surrey
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„Ich versuche stets, die Beine unterm Hintern zu halten und dem Leben das Beste abzugewinnen“, verrät die Mutter von drei Kindern, die bereits seit mehr als 20 Jahren im AWO-Seniorenzentrum in Vahrenwald lebt. Zwar lassen die Augen mittlerweile nach, aber davon lässt sich Peck nicht unterkriegen: „Solange ich mich noch nett unterhalten kann, ist doch alles gut!“

Ihren Geburtstag feiert sie nicht nur mit ihren Kindern, sieben Enkeln und fünf Urenkeln, sondern auch mit Bürgermeister Bernd Strauch, der sie seit ihrem 100. Geburtstag schon oft besucht hat. „Wir gehen dann immer raus in den Garten, sein netter Fahrer ist auch dabei“, erzählt sie.

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In Hannover ist Peck geboren und aufgewachsen, bis auf einige Zeit in Erfurt hat sie ihr Leben hier verbracht. „Ich habe mal ganz kurz in der Südstadt, aber vor allem 40 Jahre lang im selben Haus in Vahrenwald gewohnt“, erklärt sie stolz, „auch heute treffe ich immer wieder Menschen, die ich lange nicht gesehen habe und von früher kenne. Da freue ich mich jedes Mal.“

Nach der Schule machte Peck eine Schneiderlehre. Kleidung ist ihr auch heute noch wichtig: Dafür, dass sie auch hier im Seniorenzentrum „immer anständig angezogen“ ist, sorgen ihre Kinder, sagt Peck und lächelt.

Sie hat viele Erinnerungen, an Spaziergänge am Maschsee („Da bin ich heute noch sehr gern, andere kommen hier ja gar nicht raus“), Kirchenlieder und Schlager von früher („Ich habe schon versucht, hier eine kleine Gesangstruppe in Gang zu bringen“) oder Tanznächte im Neuen Haus an der Bödekerstraße.

Doch Peck ist trotzdem keine, die sich an die Vergangenheit klammert: „Ich lebe lieber in der Gegenwart“, sagt sie, „erfahre, was meine Enkel und Urenkel so machen und was es Neues gibt. Das interessiert mich.“ Abends, wenn sie in ihrem Zimmer im Seniorenheim im Bett liegt, mache sie noch eine kleine Rückschau auf den Tag: „Die Zeit vergeht in meinem Alter schnell, da frage ich mich manchmal, ob ich auch nichts versäumt habe.“ Und was ist die Antwort? Sie lacht. „Vielleicht sollte ich noch das eine oder andere Sektchen trinken!“

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