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Meine Stadt Hannover steht Chemnitzer Demokraten zur Seite
Hannover Meine Stadt Hannover steht Chemnitzer Demokraten zur Seite
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00:18 05.09.2018
SORGEN BUNDESWEIT FÜR SCHLAGZEILEN: Ausschreitungen in Chemnitz.
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Hannover

Wenn Rechtsradikale im sächsischen Chemnitz Menschen jagen, die sie für Ausländer halten, dann berührt das auch viele Menschen in Hannover. Deswegen wird es zeitgleich mit dem Großkonzert „#wir sind mehr“ in Chemnitz auch eine Demonstration in Hannover gegen Rassismus geben.

Organisiert haben den „Friedensweg“ der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und das Bündnis „Bunt statt braun“, angeschlossen hat sich der Initiativkreis „Offene Gesellschaft“. Unter anderem diese drei Netzwerker hatten es bereits im Januar 2016 geschafft, 19 000 Bürger unter dem Motto „Licht aus für Rassisten“ zusammen zu trommeln, die gegen einen Haufen „Hagida“-Aktivisten auf dem Opernplatz demonstrierten. „Chemnitz ist noch einmal eine Steigerung, die ich nicht erhofft habe“, sagte Marktkirchen-Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann am Sonntag der NP. „Nazis und Rechtsradikale aus der ganzen Bundesrepublik bringen im Moment viel Power zusammen, das sind ja nicht nur Sachsen gewesen“, mahnt sie. „Jetzt sollten wir alle demokratischen Kräfte in Chemnitz unterstützen. Und wir machen das hier in Hannover.“ Montag 17 Uhr geht es los vom Maschsee Nordufer zum Mahnmal St. Aegidien, „es wird keine Reden geben“. Auch die „Offene Gesellschaft“ mit Bürgern wie der Unternehmerin Jasmin Arbabian-Vogel rufen zum Mitgehen auf: „Es ist Zeit, Haltung und Gesicht zu zeigen für unsere Demokratie, unsere Grundrechte und den Rechtsstaat. Für Rassismus, Selbstjustiz und Jagd auf andere Menschen darf in unserem Land kein Platz sein.“

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OB Stefan Schostok versprach der NP, alles dafür zu tun, um mitzugehen. „Vielleicht kann ich Termine verschieben.“ Auch Hanna Kreisel-Liebermann hofft, dass er dabei ist. Die Pastorin ist begeistert von dem Großkonzert in Chemnitz, das spontan auf die Beine gestellt wurde. „Ich wünschte, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer und Kanzlerin Angela Merkel nach Chemnitz fahren.“ Zu dem Gratis-Konzert gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt haben sich Bands wie die Toten Hosen, Kraftklub, Feine Sahne Fischfilet sowie die Rapper Marteria und Casper angekündigt.

Von Petra Rückerl