Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover soll sicherer Hafen sein
Hannover Meine Stadt Hannover soll sicherer Hafen sein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:01 23.09.2018
DEMONSTRATION FÜRS LEBEN: Vorne rechts marschiert Pirat Adam Wolf mit seiner speziellen Rettungsweste. Quelle: Foto: Morchner
Anzeige
Hannover

Auch wenn sich die Diskussionen über das Problem „geflüchtete Menschen“ hier fast nur noch um Horst Seehofer und Hans-Georg Maaßen drehen: Gestorben wird im Mittelmeer noch immer. Jeden Tag geraten geflüchtete Menschen in Seenot, weil sie ins sichere Europa wollen.

Die italienische Regierung untersagt Seenotrettern, rauszufahren und Menschen aus der See zu retten. Auf diesen Skandal machte auch am Sonnabend wieder das Bündnis Seebrücke aufmerksam. Etwa 400 Demonstranten zogen um 14.20 Uhr vom Opernplatz in Richtung Bahnhof und zurück. Die Demonstranten forderten die Einrichtung von sicheren Häfen, auch in Hannover. Denn wenn die Landeshauptstadt anbieten würde, weitere geflüchtete Menschen aufzunehmen, würde die italienische Regierung diese erst einmal an Land lassen, um sie dann nach Deutschland auszufliegen. Allerdings dürfte hier die Bundesregierung nicht ihr Veto einlegen.

Anzeige

Zum Bündnis gehören unter anderem Vertreter der Kirchen, der Grünen Jugend, der Piraten, der Jusos und des Flüchtlingsrats. Stadt- und Regions-Pirat Adam Wolf hatte eine Rettungsweste an, die er 2015 als Kapitän des Rettungsschiffes „Sea Watch“ mitgenommen hatte. „Durch diese Weste ist ein Kind durchgerutscht und ertrunken. Es erinnert mich immer wieder daran, dass jeden Tag Menschen im Mittelmeer umkommen und dass man dagegen etwas tun muss“, sagte er der NP. Wolf möchte, dass sich Hannover zum sicheren Hafen erklärt, was im Rathaus auf Widerstand stößt.

Von Petra Rückerl