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Meine Stadt Hannover plant die Super-Baby-Klinik
Hannover Meine Stadt Hannover plant die Super-Baby-Klinik
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21:04 22.06.2018
Der Plan: So soll das neue Mutter-Kind-Zentrum auf der Bult aussehen. Quelle: Diakovere
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Hannover

Leuchtturmprojekt nennt Professor Ralf Schild, Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe und Perinatalmedizin, das geplante Mutter-Kind-Zentrum, das auf dem Gelände des Kinderkrankenhauses Auf der Bult entstehen soll. An Vorschusslorbeeren mangelt es jedenfalls nicht für den Bau, der den Namen „Henrike“ tragen soll.

Wann das neue Zentrum fertig sein wird, ist aber noch unklar. Björn-Oliver Bönsch vom Kinderkrankenhaus Auf der Bult sagt: „Momentan liegen die Bauanträge bei der Stadt. Daher ist schwierig zu sagen, wann wir anfangen können.“ Ziel sei aber, An­fang 2019 mit den Bauarbeiten zu beginnen. Zu einer geplanten Fertigstellung wollten sich weder Vertreter der Bult noch der Diakovere-Kliniken äußern.

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Mehr als 4000 Geburten im Jahr

Sicher ist dagegen schon, was der neue Bau umfassen soll: Neun Kreißsäle, 41 Patientenzimmer, 67 Planbetten, zwei OP-Säle – das sind die reinen Zahlen. Für das neue Zentrum schließen die Geburtskliniken an den Standorten des Henrietten­stifts in Kirchrode und des Friederikenstifts in der Ca­lenberger Neustadt. Mehr als 4000 Kinder sollen in dem neuen Zentrum auf der Bult pro Jahr geboren werden können.

Zahlentechnisch ändert das jedoch nichts. „Neun Kreißsäle und damit mögliche 4000 Geburten pro Jahr sind auch in beiden Kliniken zusammen jetzt schon möglich“, bestätigt Diakovere-Sprecherin Maren Salberg. Das ist fast die Hälfte aller Geburten in Hannover. Die Versorgung der Eltern und der Kinder soll durch den Neubau jedoch verbessert werden. Dafür zieht auch das Perinatalzentrum mit in den Neubau ein.

Um den Neubau finanzieren zu können, werden die Diakovere und das Kinderkrankenhaus vom Land Niedersachsen mit 30 Millionen Euro gefördert. Auch das seit April 2018 neue Angebot namens Storchentaxi soll es im neuen Zentrum geben. Das Storchentaxi bringt Mutter und Kind bis zu einer Strecke von 15 Kilometern kostenlos nach der Geburt wieder nach Hause.

Von Timo Gilgen