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Hannover bewegt sich: 89 Prozent wollen weiter radeln

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17:24 21.05.2021
Auch sie macht mit: Üstra-Vorständin Elke van Zadel.
Auch sie macht mit: Üstra-Vorständin Elke van Zadel. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

„Hannover bewegt sich“. 30 Führungskräfte und 130 Leserinnen und Leser von HAZ und NP haben im Rahmen der Mobilitäts-Initiative zwei Wochen lang versucht, klimaneutral durch den Verkehr in der Region zu kommen. Zu Fuß, mit Bus oder Bahn, vor allen Dingen aber mit dem Rad. Alle 160 Projektteilnehmer sollten ihre Eindrücke und Erfahrungen notieren, die Auswertung all dieser Daten und Fragebögen liegt nun vor und fördert Erstaunliches zu Tage. Nur 37 Prozent aller radfahrenden Teilnehmer haben sich im Verkehr „jederzeit sicher gefühlt“, für ebenfalls genau 37 Prozent trifft das nicht zu. Sie fühlen sich auf Radwegen oder inmitten von Autos eher unsicher. Es wurde ordentlich in die Pedale getreten von den 160 Mitfahrern. Gut 40 Prozent kamen im Aktionszeitraum auf 50 Kilometer, sieben Prozent auf 100 Kilometer, stolze 22,2 Prozent sogar auf 150 Kilometer und 11,1 Prozent auf 300 Kilometer.

Für die allermeisten hat das Rad in diesen Tagen ihr Auto ersetzt - und so könnte es in Zukunft sogar bleiben. Auf die Frage: „Sind Sie auf den Geschmack gekommen und könnten sich vorstellen, öfter aufs Rad oder E-Bike umzusteigen?“, antworteten 89,3 Prozent mit einem klaren „Ja“. Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK, hat jeden Tag bei Instagram eine Rad-Story gepostet, von neuen Wegen geschwärmt, über manchen Regenguss geflucht, zu lange Ampelphasen kritisiert. 200 Kilometer hat die 50-Jährige geschafft und „ein überragend positives Fazit“ gezogen: „Ich habe tolle neue Dinge in der Stadt gesehen“, sagt die Neu-Hannoveranerin, „Linden entdeckt und bin viel auf mein kompaktes E-Bike angesprochen worden.“ Bielfeldt will dabei bleiben wie Susanna Zapreva, die Stadtwerke-Chefin. Sie nutzte ihr Bike „für zahlreiche Kurzstrecken“, genoss „viel frische Luft“, erlebte „die Stadt aus einem anderen Blickwinkel“. Für die Wienerin steht fest: von zu Hause zum Supermarkt geht es in Zukunft öfter aufs Rad.

234 Kilometer abgespult hat Roland Kallidat. Der 59-jährige Informatiker bei einem Versicherungskonzern fuhr täglich mit dem E-Bike zur Arbeit und am Wochenende mit seinem Trekkingrad die Eilenriede rauf und runter. „Ich fühle mich deutlich wohler als mit dem Auto“, sagt Kallidat, der mitgemacht hat „als Beitrag zum Umweltschutz, für meine Gesundheit und Fitness und als Anregung für andere Menschen.“ Für Oberbürgermeister Belit Onay waren die zwei Wochen auf dem Hannover Pedelec „ein völlig neues Fahrgefühl. Sehr komfortabel auch bei Gegenwind und deutlich schneller als mit dem normalen Fahrrad.“ Der Grünen-Politiker bedankte sich „für die vorbildliche Aktion. Sie haben Werbung für das Radfahren gemacht. Das braucht Hannover.“ Genau dieses Pedelec aus „Rad & Pedelec-Haus Burckhardt“ an der Podbi wurde unter allen mitradelnden Leserinnen und Lesern verlost. Gewonnen hat das fast 3000 Euro teure E-Bike Beate Sievers-Nordhausen aus Bordenau. Wir gratulieren!

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Von Christoph Dannowski