Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover: Zwangsgeld gegen Präsidenten
Hannover Meine Stadt Hannover: Zwangsgeld gegen Präsidenten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:07 20.06.2019
HOCHSCHULPRÄSIDENT: Professor Michael Koop muss ein Zwangsgeld zahlen. Foto: Quelle: Steffen
Anzeige
HANNOVER

Das Arbeitgsgericht hat gegen den Hochschulpräsidenten Professor Michael Koop ein Zwangsgeld verhängt. Er muss 5000 Euro zahlen oder ersatzweise fünf Tage in Haft. Koop hat nach Ansicht des Gerichts gegen einen Vergleich verstoßen. Er ist Präsident der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Hannover.

Im Arbeitsgericht hatte der Arbeitgeber mit dem Anwalt des gekündigten Mitarbeiters, Jens Klinkert, vereinbart, gegenüber „Dritten“ keine Informationen über das Arbeitsverhältnis zu verbreiten. Der Vergleich wurde am 17. Januar 2019 geschlossen. Fünf Tage später erhob Koop auf einer Betriebsversammlung schwere Vorwürfe gegen den Mitarbeiter. Er habe „grottenschlechte“ Arbeit geleistet und eine „Erpressungs-Mail“ geschrieben, lauteten nur einige Vorwürfe.

Anzeige

Koop spricht von „Erpressungs-Mail“

Richterin Karola Klausmeyer sah dadurch den Vergleich verletzt, weil alle Mitarbeiter über das Arbeitsverhältnis informiert worden seien. Und mit dem Wort „Erpressungs-Mail“ sei auch noch eine strafrechtliche Würdigung von Verhaltensweisen vorgenommen worden.

Die Hochschule, an der Verwaltungspersonal geschult wird, ist in den vergangenen Monaten in die Kritik geraten. So gab es zehn Jahre lang keine Genehmigung für die Nutzung der „Villa“ (Wielandstraße 5, Mitte) als Lehr- und Lernort. Die Kosten für den Bau einer Cafeteria in Oldenburg hatten sich mehr als verdoppelt.

Von Thomas Nagel