Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover: Zirkus Charles Knie mit 100 Tieren zu Gast
Hannover Meine Stadt Hannover: Zirkus Charles Knie mit 100 Tieren zu Gast
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:57 19.03.2019
Ziemlich mutig: Raubtierdompteur Alexander Lacey zeigte sich am Dienstag gut gelaunt mit einer seiner Wildkatzen auf dem Schützenplatz. Angst ist ihm nicht anzusehen – dabei wurde er erst im vergangenen Jahr von einer Löwin in der Manege angefallen und verletzt. Quelle: Fotos: Heusel
Hannover

96 Artisten und Mitarbeiter aus 13 Nationen, 100 Tiere, rund 1000 Kilogramm Futterbedarf täglich, 9000 Meter Stromleitungen und ein knapp 16 Meter hohes Zirkuszelt: Hereinspaziert in den Zirkus Charles Knie. Am Mittwoch feiert der Zirkus, der für seine Tiernummern mehrfach beim Festival in Monte Carlo von der Fürstenfamilie ausgezeichnet wurde, Premiere in Hannover. Bis zum 1. April gastiert Deutschlands zweitgrößter Zirkus auf dem Schützenplatz.

„Wir sind zum vierten Mal in Hannover“, berichtet Zirkus-Direktor Sascha Melnjak und fügt stolz hinzu: „Unser Zirkus ist nun übrigens auch offiziell Niedersachse. Wir haben nach dem Aus von Zirkus Barum deren Winterquartier in Einbeck übernommen. Und obwohl ich gebürtiger Baden-Württemberger bin, bin ich darüber sehr glücklich.“ Bereits seit Montag liefen auf dem Schützenplatz die Aufarbeiten auf Hochtouren. Erst am Wochenende hatte der Zirkus in Einbeck den Auftakt seiner neuen Tournee – mit insgesamt 47 Stationen von Wilhelmshaven im Norden bis Füssen im Süden – gefeiert. „Wegen starker Böen gab es große Probleme das Hauptzelt aufzubauen. Nun steht es aber sicher“, so Melnjak,

Das Zelt bietet rund 1440 Besuchern Platz. „Und die können sich auf eine grandiose zweieinhalbstündige Show mit außergewöhnlichen Elementen und sehr jungen Künstlern und Artisten freuen. In unserer neuen Show zeigen wir unsere Idee vom Zirkus der Zukunft“, so der Direktor. Es sei ein Programm der Kontraste – zwischen waghalsiger Stuntakrobatik und poetischen Momenten. Fünf brasilianische Motorrad-Artisten liefern sich im „Splitting Globe“, einer knapp viereinhalb Meter breiten Stahlkugel, eine riskante Verfolgungsjagd. In zwölf Metern Höhe vollführt das kolumbianische Artisten-Duo Vanegas halsbrecherische Salti und Sprünge – mit verbundenen Augen.

Peta-Protest

Die Tierschutzorganisation Peta hat für Mittwoch zwei Demons vor dem Zirkus Charles Knie angekündigt. Peta wirft dem Zirkus vor, die Tiere einer Stresstournee auszusetzen. Bei der aktuellen Tour verbringe der Zirkus im Schnitt vier Tage an einem Ort. Die damit verbundenen langen Standzeiten auf Transportern zeige den rücksichtslosen Umgang mit Tieren. „Wir hoffen, dass diese Tierquälerei untersagt wird“, sagt Gaby Schlottig von Peta. Zirkus-Direktor Sascha Melnjak: „Ich garantiere, dass es den Tieren gut geht.“ Anlass für Kritik gibt auch Dompteur Alexander Lacey: Er wurde 2018 während einer Show von einer Löwin attackiert. Dies zeige, welche Gefahren von den Tieren ausgehen.

Zum Zirkus Charles Knie gehören neben Artisten und Künstlern auch rund 100 Tiere – edle Pferde, Zebras, Kamele, exotische Rinder und Lamas. Der englische Raubtierdompteur Alexander Lacey, der zu den weltbesten seiner Zunft zählt, steht mit den wildesten Tieren der Show in der Manege: Löwen und Tigern. „Es gibt Alexander Lacey, und dann kommt erst einmal lange nichts, was einem Vergleich standhalten könnte. Er hat alle nur denkbaren Preise in seiner Karriere abgeräumt“, lobt Direktor Melnjak stolz.

Er habe sein ganzes Leben seinen „großen Katzen“ gewidmet, sagt der Engländer selber. Gerne kuschelt er vor Kameras mit den Wildtieren, haucht den Tieren ins Fell, legt seinen Kopf an deren mächtigen Schädel. Im vergangenen Jahr zeigte sich bei einer Show in Stendal, welche Gefahr von den „großen Katzen“ ausgehen kann. Eine Löwin attackierte den Dompteur in der Manege, verletzte ihn schwer. Doch Lacey kehrte zurück: „Ich vertraue meinen Katzen.“

Von Britta Lüers

Beim Bundesministerium für Umwelt will die Regiobus ihren Antrag für E-Busse erneuern – 15 könnten es werden. Auf den Weg gebracht hat der Verkehrsausschuss der Stadt ferner die Ausschreibung von zehn E-Ladestationen für Pkw-Nutzfahrzeuge.

19.03.2019

Kein Auftritt in Hannover: Sängerin Vanessa Mai verschiebt ihre für 2019 angekündigte Tournee.

19.03.2019

Die Planungen für die Radschnellwege von Hannover nach Langenhagen und nach Garbsen nehmen Fahrt auf. Vor allem die Verbindung nach Langenhagen wird konkret, bislang war es nur eine vage Idee.

19.03.2019