Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Ideen-Expo: Diese vier Sachen sollten Sie sich anschauen
Hannover Meine Stadt Ideen-Expo: Diese vier Sachen sollten Sie sich anschauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:46 16.06.2019
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Volker Schmidt, Chef der Ideenexpo, fliegen mit einem Industrieroboter umher. Quelle: Frank Wilde
Anzeige
Hannover

In den vier Hallen auf dem Messegelände warten auf die jungen Besucher der Ideen-Expo zahlreiche spannende Experimente. Mehr als 670 Mitmach-Exponate von etwa 270 Ausstellern laden zum Lernen mit allen Sinnen ein. Spaßig ist es nahezu an allen Ständen. Wir zeigen Ihnen vier Höhepunkte, die sie auf keinen Fall verpassen sollen.

Kopfüber auf dem Industrieroboter (Halle 9)

Anzeige

Dieser Roboter am Stand der Metall- und Elektroindustrie hat es in sich. Denn es ist kein gewöhnlicher. Vorne, wo eigentlich die Greifarme sind, hat der Hersteller wie bei einer Achterbahn zwei Sitze montiert. Und die schleudern in fünf Stufen wild umher. Wer sich reintraut, der schwebt kopfüber durch die Halle.

Lesen Sie hier: So lief der Eröffnungstag auf der Ideen-Expo

„Das fühlt sich an wie eine mehrfache Achterbahnfahrt. Man ist dem Roboter hilflos ausgeliefert“, sagt Thomas Bartsch (41). Er ist zusammen mit seinem Sohn Lukas (15) aus Duisburg angereist. Den hat der Roboter aber kaum etwa ausgemacht. „Das hat Spaß gemacht“, sagt er cool.

Lukas und Thomas Bartsch fliegen im Roboter am Stand der Metall- und Elektroindustrie durch die Gegend. Quelle: Priesemann

Bis auf die Sitze unterscheidet sich dieser Roboter nicht von einem, der etwa in der Autoindustrie eingesetzt wird. Er ist 5 Tonnen schwer, hat sechs Achsen und kann 500 Kilo halten. „Man sieht dadurch wie flexibel er ist und wie schnell er überall hinkommt“, sagt Vera Glaeseker, Sprecherin der Stiftung Niedersachsen Metall.

Allerdings müssen sich die Besucher auf lange Wartezeiten einstellen. Spannend am Stand der Metall- und Elektroindustrie sind aber auch die fliegenden Roboter-Schmetterlinge. Hier erfahren die Besucher etwas über Bionik.

Cruisen mit dem E-Bike (Halle 6)

E-Tretroller gibt es inzwischen auf jeder Messe. Eine komplett andere Mobilität können die Besucher jedoch am Stand von Powerbikes erleben. Das hannoversche Unternehmen baut E-Bikes im Chopper-Style. Wer damit fährt, fühlt sich wie auf einer Harley. Der einzige Unterschied: Der Fahrer tritt in die Pedale und nicht auf ein Gaspedal.

„Die Räder sind super bequem“, sagt Gründer Uwe Hoppe. Fünf Modelle haben er und seine Tüftler bereits entwickelt. Meist sind es aber Eigenanfertigungen, die sie produzieren. Zwei bis drei E-Bikes verkauft das junge Unternehmen im Monat. Sie kosten im Schnitt rund 5000 Euro und können auf bis 70 Kilometer die Stunde beschleunigen. „Wir sind hier auch auf der Messe, weil wir noch einen Schrauber suchen“, sagt Hoppe.

Uwe Hoppe fährt mit seinem selbstgebauten E-Bike auf der Ideenexpo. Quelle: Priesemann

Ralph Sperber (52) ist begeistert: „Es ist super, wie auf einem Roller oder Mofa. Und sie sehen extravagant aus.“ Für den Alltag seien die Räder aber nicht geeignet.

Im Liegestuhl auf dem Mond landen (Halle 9)

Eine kleine Extra-Ausstellung in Halle 9 beschäftigt sich mit der Mondlandung. Am Stand der Stiftung Planetarium Berlin kann man einen spannenden Ausflug durch das Universum machen. In einem riesigen Zelt, das von außen wie ein überdimensionierte Iglu aussieht, wird der Sternenhimmel mit mehreren Beamer an die weiße Decke projiziert.

Im Planetarium landen die Besucher auf dem Mond – zumindest virtuell. Quelle: Priesemann

Auf Liegestühlen liegend erfahren die Besucher etwas über Sternbilder, die Mondlandung und Mars-Missionen. Die 20-minütige Vorstellung beginnt alle halbe Stunde von vorne.

Die Klimakrise mit allen Sinnen erleben (Halle 8)

Am Stand des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geht es auf die Reise zur afrikanischen Insel Madagaskar – zumindest virtuell. „Wir zeigen in einem Film, wie sich das Leben dort durch den Klimawandel verändert“, erklärt Sarah Hügler.

In einem Globus des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unternehmen die Besucher eine Reise nach Madagaskar. Quelle: dpa/Christophe Gateau

Der Clou: Die Teilnehmer schauen im Innern eines Globus-Zelts mit einer VR-Brille nicht nur einen 360-Grad-Film, sondern erleben die Simulation mit allen Sinnen. Denn wird es im Film warm, so erwärmt es sich auch in dem Zelt. Wind und Gerüche werden ebenfalls durch ein Gerät erzeugt. „Man schaut nicht nur, sondern man riecht und fühlt auch“, sagt Hügler.

So geht es weiter

Die Ideen-Expo läuft noch bis zum kommenden Sonntag, 23. Juni. Montag ist unter anderem der Youtuber Philip Häussler („Breaking Lab“) wieder auf der Jugendmesse. Auf seinem Kanal erklärt er naturwissenschaftliche Phänomene. Medienjournalist Ranga Yogeshwar ist täglich auf der Show-Bühne zu sehen. Ein weiterer Höhepunkt dürfte am Sonnabend der Auftritt von PietSmiet sein. Die fünfköpfige Gruppe hat auf Youtube mehr als 2,3 Millionen Abonennten.

Musikalisch wird es am Freitag wieder spannend. Dann spielen ab 18.30 Uhr SDP, Weekend und Triavo. Am Sonnabend will dann die finnische Band Sunrise Avenue die Ideen-Expo rocken. Tim Kamrad tritt ebenfalls auf. Los geht es um 18.10 Uhr.

Von Sascha Priesemann