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Meine Stadt Üstra testet kontaktlosen Ticketkauf
Hannover Meine Stadt Üstra testet kontaktlosen Ticketkauf
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00:17 23.10.2018
NUR ZUM TEST: Die Üstra Hannover testet intern die Technik des kontaktlosen Fahrkartenkaufs an einigen hannoverschen Stadtbahnstationen. An solchen Ticketautomaten kann nur mit Bargeld gezahlt werden. Quelle: Foto: Ralph Hübner
Hannover

Die Üstra testet derzeit, wie der Fahrkartenverkauf an den (derzeit) 320 Automaten in Hannover in Zukunft auch kontaktlos vonstatten gehen könnte. So wie es im Einzelhandel und an Tankstellen bereits verbreitet ist: Zahlen, indem die Giro- oder Kreditkarte kurz an das Lesegerät gehalten wird, und wo kleinere Beträge weder Unterschrift noch die Eingabe der persönlichen Identifikationsnummer (PIN) erfordern.

„Wir wollen langfristig die Pin-Pads unserer Fahrkartenautomaten und die dahinter liegende Software erneuern und testen daher momentan verschiedene Alternativen“, erklärt Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Einen Zeit- und Kostenplan gebe es noch nicht.

Getestet werde an den Stationen Steintor, Kröpcke Hauptbahnhof und Lister Meile. Kunden können die neue Funktion allerdings noch nicht benutzen, ganz im Gegenteil: Die entsprechenden Automaten akzeptieren in der Testphase nur Bargeld.

Das Testgerät wirkt aufgeklebt

Zudem könnten sowohl das Testgerät als auch die Anzeige „Systeminstallation“ auf dem kleinen Bildschirm mit der Eingabetastatur Fahrgäste verunsichern. Denn das Testgerät wirkt irgendwie aufgeklebt, aufgesetzt – und könnte ja eine Betrugsmasche sein, wie die falschen Kartenschlitze an Geldautomaten, die Betrüger anbringen, um die Karten auszulesen.

„Es werden interne Prozesse getestet, nichts mit den Fahrgästen“, erklärt Iwannek. Und stellt klar: „An den genannten Automaten kann nur mit Bargeld, nicht mit EC-Karte bezahlt werden. Da an den Stationen jeweils mehrere Automaten stehen, sollte das kein Problem sein.“ Kurz: Fahrgäste, die mit Karte zahlen wollen, müssen sich einem anderen Automaten zuwenden. Einen Hinweis gibt es freilich nicht.

Die Kontaktlostechnik

Kontaktlos zahlen beruht auf der NFC-Technik (Near Field Communication), die auf sehr kurze Distanz ein Funknetz zwischen Karte oder Handy und dem Lesegerät aufbaut – und so Datenaustausch ermöglicht.

Bei den Sparkassen etwa gibt es die Option „Girogo“ für Girocards – hier kann auf der „EC-Karte“ ein Guthaben bis zu 200 Euro aufgeladen werden. Bei der „Girocard kontaktlos“ ist kein Aufladen erforderlich. Beträge bis 25 Euro gehen ohne PIN oder Unterschrift an den Abbucher (Girogo: ohnhin maximal 20 Euro möglich). Kreditkarten nutzen ebenfalls NFC, Mastercard lässt bis 25 Euro ohne Weiteres zu, Visa grundsätzlich bis 50 Euro Allerdings haben manche Händler den Visa-Wert auf 25 Euro für sich begrenzt.

Kunden haften in der Regel bis zum Zeitpunkt der Sperranforderungen nach Verlust oder Diebstahl mit bis zu 50 Euro. Die Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard sind großzügig und verzichten auf Selbsthaftung, wenn der Kreditkartenkunde nicht grob fahrlässig gehandelt hat, manche Banken verzichten ebenfalls auf Kundenhaftung. In jedem Verlustfall gilt: umgehend die kostenlose Sperrnummer 116 116 anrufen und Karte sperren lassen.

Das könnte Sie auch interessieren: Die Üstra will mit neuer Technik das Gewicht ihrer Fahrgäste ermitteln. Damit kann sie abschätzen, wie voll die Bahnen sind und deren Einsatz genauer planen. 

Von Ralph Hübner

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