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Meine Stadt „Dachte zuerst an eine Bombe“: Täter sprengen Tresor in Kirchrode in die Luft
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Hannover: Täter sprengen Tresor in Kirchrode in die Luft und fliehen mit der Beute

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13:48 13.06.2021
Einbruch: Unbekannte Täter haben am frühen Sonnabendmorgen in Kirchrode den Geldautomaten in einer Bank gesprengt und sind mit der Beute entkommen.
Einbruch: Unbekannte Täter haben am frühen Sonnabendmorgen in Kirchrode den Geldautomaten in einer Bank gesprengt und sind mit der Beute entkommen. Quelle: Franson
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Unbekannte haben am Sonnabendmorgen einen Geldautomaten einer Bank an der Straße „Großer Hillen“ im Stadtteil Kirchrode gespengt. Die Polizei geht von drei Tätern aus, die mit einem dunklen Auto davon gefahren sind. Über die Höhe ihrer Beute ist bislang nichts bekannt.

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Nach Erkenntnissen des Kriminaldauerdienstes sprengten drei bislang unbekannte Täter gegen vier Uhr morgens den Geldautomaten. Anwohner informierten über den Notruf die Polizei. Durch die Detonation wurde der Vorraum des Geldinstituts komplett verwüstet, ebenfalls wurde die Zugangstür zur Bank aus Glas zerstört sowie die Fassade des Gebäudes stark beschädigt, so die Polizei weiter. Auch die Fassade des Hauses sei stark beschädigt worden.

Zeugin gegenüber der NP: „Ich dachte zuerst an eine Bombe“

Im Verlauf des Sonnabends meldete sich eine Zeugin bei der NP, die den Vorfall gehört hatte. Waltraut W. (Name geändert) wohnt schräg gegenüber der Automatenfiliale der Deutschen Bank und schreckte aus dem Schlaf hoch. „Ich habe den Zweiten Weltkrieg als Kind miterlebt und dachte zuerst an eine Bombe“, erinnert sich die 82-jährige Rentnerin. Als sie die Jalousie an ihrem Fenster hochgezogen hatte, „da sah ich noch, wie mehrere Männer so was wie Säcke aus der Bank schleppten.“

Einige Kirchröder waren da schon in Schlafanzügen auf dem Weg zum Tatort und glauben, an einem oder zwei Fluchtautos polnische Nummernschilder erkannt zu haben. „Das waren Profis“, sagte ein Mieter, der auch „nach dem rechten sehen wollte. Ich habe an einen Unfall auf der Kreuzung geglaubt.“

Täter sollen 1,75 Meter bis 1,80 Meter groß sein

Laut weiteren Zeugenaussagen gegenüber der Polizei flüchteten die Täter in Richtung Wasserkampstraße. Eine umgehend eingeleitete Fahndung der Polizei verlief erfolglos. Die Täter waren dunkel gekleidet, hatten eine normale Statur und waren maskiert, teilte die Polizei weiter mit. Ihre Größe wird von den Zeugen auf 1,75 Meter bis 1,80 Meter geschätzt.

Weitere Zeugen, die Hinweise zur Tat, den Tätern oder dem Fahrzeug geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter Telefon 0511 109 55 55 zu melden.

Von Andreas Voigt und Christoph Dannowski