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Meine Stadt Hannover: Sturmtief Xavier hat gewütet
Hannover Meine Stadt Hannover: Sturmtief Xavier hat gewütet
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07:40 06.10.2017
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Hannover

In Folge des Sturms mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Stundenkilometern ist in der ganzen Stadt und Region weiterhin mit Staus zu rechnen. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz um die Schäden zu beseitigen. Insgesamt wurde die Feuerwehr zu mehr als 730 sturmbedingten Einsätzen in der Stadt und Region ausgerufen. Rund 400 Kräfte der Feuerwehr Hannover waren im Einsatz. „Mittlerweile hat sich die Lage etwas beruhigt“, so ein Polizeisprecher.

Bei dem schweren Unwetter sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. In Hamburg wurde eine 54-Jährige Frau getötet, als ein Baum auf ihr Auto fiel. In der Nähe von Schwerin ist ein Lastwagenfahrer von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Drei weitere Menschen kamern in Berlin ums Leben, zwei Weitere in Brandenburg. In Hannover gab es sieben leicht verletzte Personen.

Sturmschäden in Hannover am 05.10.2017

Sturmtief blockiert Bahnverkehr

Die Bahnen der Üstra fahren nach Unterbrechung auf allen Linien wieder. Teilweise kommt es noch zu Einschränkungen und Verspätungen.

Die Deutsche Bahn hat den Zugverkehr in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen sowie Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und im Großraum Leipzig am Nachmittag vorübergehend eingestellt. Die ersten Züge fahren inzwischen wieder.

Die Metronom Eisenbahngesellschaft bat die Fahrgäste schon am späten Mittwochabend, „sich ab Mittag/Nachmittag auf Verzögerungen im Bahnverkehr einzustellen“. Am Donnerstag wurde der Verkehr ab 14.15 Uhr in ganz Niedersachsen komplett eingestellt. Die Gesellschaft meldet, dass es am Donnerstag auf allen Strecken keine Zugfahrten mehr geben wird. Fahrkarten, die am 5. Oktober aufgrund des Sturms nicht genutzt werden konnten, werden am 6. Oktober ensprechend der ausgestellten Strecke (im Metronom und Enno) anerkannt.


Auch die Flughäfen waren betroffen: In Hannover fielen einzelne Verbindungen aus. In Hamburg und Bremen musste mit Ausfällen und Verspätungen gerechnet werden.

Außerdem blieben am Donnerstag in Hannover der Große Garten, das Museum Schloss Herrenhausen und der Berggarten aus Sicherheitsgründen geschlossen. Auch der Tiergarten und der Stadtpark waren nicht geöffnet. 

In Wilhelmshaven wurde ein rund 1000 Tonnen schwerer Hafenkran aus den Angeln gehoben und ist ins Fahrwasser der Jade gestürzt. Der Kran wurde völlig zerstört, der Gesamtschaden liegt nach Angaben der Polizei bei mehr als einer Million Euro. In Bremen wurde eine 65 Jahre alte Frau von einem Ast am Kopf getroffen und lebensgefährlich verletzt. Im Braunschweiger Hafen wurde ein Mensch von einem herabfallenden Gegenstand schwer verletzt.

Am Freitag und am Wochenende droht weiterhin kräftiger Wind mit Gewittern und Sturmböen.