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Meine Stadt Stummer Protest gegen Massentierhaltung
Hannover Meine Stadt Stummer Protest gegen Massentierhaltung
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11:54 31.08.2019
STUMMER PROTEST: Syliva Schwenke steht mit anderen Tierschützern am Kröpcke und zeigt Bilder aus der Massentierhaltung. Foto: Quelle: Nagel
HANNOVER

Bei bestem Einkaufswetter passieren die Leute eine Mahnwache am Kröpcke. Stumm stehen die Tierschützer und halten Plakate hoch. Darauf zu sehen sind Rinder, Schweine, Puten – misshandelte Kreaturen aus der Massenhierhaltung.

Einmal im Monat ziehen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Albert-Schweitzer-Stiftung in Hannovers City, um auf die Konsequenzen zu hohen Fleischkonsums aufmerksam zu machen. „Das ist uns ein Herzensanliegen“, sagt Viola Rünzi von der Aktionsgruppe Hannover. Die „Silent-Line“ (ruhige Linie) findet auch in anderen Städten statt. Der stumme Protest soll ganz unaufdringlich den Menschen das Leiden der Tiere ins Gedächtnis rufen.

60 Kilo Fleisch im Jahr

Im Durchschnitt ist jeder Deutsche etwa 60 Kilo Fleisch im Jahr; mehr als ein Kilo pro Woche. Das ist für den menschlichen Körper zu viel, und das bringt das ökologische Gleichgewicht durcheinander. „Für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch sind 15 000 Liter Wasser nötig“, sagt Sylvia Schwenke. Viele Zivilisationskrankheiten (Herzinfarkt, Diabetes, verschiedene Krebsformen) sind auch auf zu hohen Fleischkonsum zurückzuführen.

Ein Prozent lebt vegan

Die Reaktionen der Leute am Stand der Tierschützer sind überwiegend positiv. „Das wollen wir doch auch“, sagt eine ältere Frau zu ihrem Mann. Gemeint ist der Klimaschutz. Ein anderer Mann unterschreibt auf einer Liste und sagt: „Das muss sein für den Umweltschutz.“ Auf der Liste kann man sich mit Namen und E-Mail-Adresse eintragen, dann bekomt man eine Woche lang vegetarische Rezepte zugeschickt – verbunden mit Tipps, wie man fleischloser leben kann.

Etwa ein Prozent der Deutschen lebe vegan (völliger Verzicht auf alle tierischen Produkte), Tendenz steigend, sagt Viola Rünzi. „Derzeit gibt es viele Leute, die etwas verändern wollen“, sagt sie.

Die Albert-Schweitzer-Stiftung wurde 2000 von dem Anwalt und Tierrechtler Wolfgang Schindler in München gegründet. Die Stiftung finanziert sich fast ausschließlich über Spenden. Sie hat sich die Abschaffung der Massentierhaltung zum Ziel gesetzt.

Von Thomas Nagel

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