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Meine Stadt Hannover: Step eröffnet Tagesstätte für Suchtkranke
Hannover Meine Stadt Hannover: Step eröffnet Tagesstätte für Suchtkranke
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19:32 22.03.2019
viel los in der tagesstätte: Die Eröffnung der neuen Step-Einrichtung in Hainholz lockte viele interessierte Besucher an. Künftig sollen hier bis zu 40 Suchtkranke an einen strukturierte Lebensgestaltung heranzuführen. Quelle: Foto: Wallmüller
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In der Holzwerkstatt kann gesägt werden, im Computerraum wird die Hirnleistung getestet und im Sportraum kann sich ausgepowert werden: All das können Suchtkranke seit September in einer neuen Tagesstätte in Hainholz. Am Freitag wurde die Step-Einrichtung (Paritätische Gesellschaft für Sozialtherapie und Pädagogik) offiziell eröffnet. Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf machte deutlich, dass man sehr schnell in eine Abhängigkeit geraten könne. Die neue Einrichtung biete „hervorragende Möglichkeiten“ für die Betroffenen. Die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck sprach von einem „weiteren Baustein im Suchthilfebereich“. Diese Einrichtungen führen dazu, „dass die Zahl der Drogentoten kontinuierlich zurückgegangen ist und in den letzten Jahren bei etwa zehn Personen im Bereich der Polizeidirektion Hannover lag.“

„Auch diese Menschen gehören zur Gesellschaft.“

Ziel der Tagesstätte für 40 Menschen sei es, „sie langsam an eine tägliche Lebensgestaltung heranzuführen und eine Stabilität aufzubauen“, sagte Step-Geschäftsführer Serdar Saris. Er betonte: „Auch diese Menschen gehören zu der Gesellschaft.“ Im Gegensatz zu anderen Einrichtungen gehe es in Hainholz um „eine Erwartungshaltung“ und nicht um klare Ergebnisse, welche die Erkrankten unter Druck setzen würden.

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Derzeit sind 16 Suchtkranke täglich von neun bis 15 Uhr in der Einrichtung. Dort starten sie mit einem Frühstück und verteilen sich anschließend auf die verschiedenen Bereiche. Anschließend wird gemeinsam gekocht – und zwar Rezepte, die ganz einfach nachgemacht werden können. Schon jetzt lassen sich erste Erfolge verzeichnen, wie Vitalij Kumann, Leiter der Einrichtung, sagte: „Wir haben eine Person mit Alkoholsucht, die täglich mit besonders viel Energie hier rein kommt.“ Das übertrage sich auch auf die Anderen.

Von Cecelia Spohn

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