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Meine Stadt Hannover: Stadtbahn-Treter (16) angeklagt
Hannover Meine Stadt Hannover: Stadtbahn-Treter (16) angeklagt
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14:38 19.07.2019
DIE ROLLTREPPE AM KRÖPCKE: Hier wurde der Zeuge am 2. Januar 2019 herunter getreten. Foto: Quelle: Elsner
HANNOVER

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat Anklage gegen den 16 Jahre alten Stadtbahn-Treter erhoben. „Er muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Körperverletzung verantworten“, erklärte Thomas Klinge, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf NP-Nachfrage.

Am 2. Januar 2019 habe der Jugendliche einen 47-Jährigen auf der Rolltreppe am Kröpcke von hinten in den Rücken getreten. Bei dem Sturz zog sich das Opfer einen Armbruch zu. Zuvor war der Mann bei einer Schlägerei eingeschritten. Der Vorfall hatte bundesweites Interesse und große Betroffenheit ausgelöst.

Angeklagter muss mit Haftstrafe rechnen

„Der Angeklagte muss sich vor dem Jugendschöffengericht verantworten“, erklärte Oberstaatsanwalt Klinge. Das bedeute, dass er mit einer Verurteilung zu einer Jugendhaftstrafe rechnen müsse. Der Jugendliche habe die Tat gestanden. Die Polizei konnte ihn anhand von Zeugenaussagen wenige Tage nach der Tat überführen. Er sei bereits wegen eines Gewaltdelikts vorbestraft. Die Verhandlung wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Den Ermittlern zufolge ging der erschreckenden Tat eine tätliche Auseinandersetzung in einem Schnellimbiss voraus. So habe der 16-Jährige einem Kontrahenten mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Am Kröpcke habe der Angeklagte dann versucht, dem Streitgegner in den Bauch zu treten.

Zeugenaussagen führten zum Täter

Das hat der Zeuge gesehen und ist dazwischen gegangen. Laut Polizeiangaben seien dann der Angeklagte und zwei Mitstreiter auf ihn losgegangen. Der verängstigte Streitschlichter floh über den ganzen Platz bis zur Rolltreppe beim „Mövenpick“. Auf halber Treppe hatte ihn der Jugendliche eingeholt – und in den Rücken getreten.

Experten raten Zeugen von Gewalttaten, sich nicht zwischen die Parteien zu stellen. Sie sollten versuchten, das Opfer von den Tätern wegzuleiten. Und in jedem Fall sofort die Polizei rufen.

Von Thomas Nagel

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