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Meine Stadt Hannover: Roma aus dem Burgweg ziehen in die List
Hannover Meine Stadt Hannover: Roma aus dem Burgweg ziehen in die List
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16:45 15.04.2019
FÜR FAMILIEN GEEIGNET: In die Unterkunft an der Podbielskistraße werden etwa 70 weitere Roma einziehen. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Die Notunterkunft für Roma-Familien in der ehemaligen Paul-Dohrmann-Schule im Burgweg 5 (Burg) wird aufgelöst. Etwa 70 Personen ziehen in die neue Notunterkunft an der Podbielskistraße 115, aber auch das nur vorübergehend. Endgültig sollen sie in der Alten Peiner Heerstraße (Lahe) untergebracht werden.

Die Wiederaufnahme des Betriebs in der dortigen Unterkunft verzögert sich jedoch seit vielen Monaten wegen erheblicher Baumängel. Die dort lebenden Roma waren bereits Anfang März in die dreigeschossige Containeranlage an der Podbielskistraße gezogen.

Damals war man in der List noch davon ausgegangen, dass keine weiteren Roma dort einquartiert würden. Doch nun nimmt die Stadt offenbar die Gelegenheit wahr, dank des insbesondere für Familien geeigneten ehemaligen Flüchtlingsheims alle 94 im Burgweg lebenden Roma, darunter 56 Kinder, in anderen Unterkünften unterzubringen. Rund 70 eben in der Podbielskistraße, die übrigen in den Unterkünften am Annateich und am Waterlooplatz.

Grundschulen fühlen sich überfordert

Bereits die ersten in der List angekommenen Roma-Familien – zwölf Erwachsene und 23 Kinder – sorgten für Aufregung vor allem an der Grundschule Mengendamm, die sich mit der Aufnahme der Kinder überfordert fühlte. Schulleiter Andreas Kathmann hatte im Bezirksrat kritisiert, dass alle Kinder auf seine Schule gehen würden und vorgeschlagen, auch die Brüder-Grimm-Schule zu beteiligen. Es seien derzeit jedoch keine besonderen Probleme bekannt, so Stadtsprecher Dennis Dix.

Zumindest wird Schulleiter Kathmann durch die neuen Familien keine zusätzliche Belastung fürchten müssen. Denn deren Kinder können ihre gewohnte Grundschule in Herrenhausen zunächst weiter besuchen. Die Stadt richtet für den Transport extra einen Bus-Shuttle ein. „Es ist gut, dass die Kinder an ihren Schulen, in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können“, lobt Bezirksbürgermeisterin Irma Walkling-Stehmann.

Maximal ein Roma-Kind pro Klasse?

Doch auch das ist eben nur vorübergehend. Sobald die Unterkunft in der Alten Peiner Heerstraße bezugsfertig ist, werden die Familien dort einquartiert. Das soll noch vor dem Herbst soweit sein. Die Kinder werden dann vermutlich die Gartenheimschule besuchen müssen. Und auch dort gibt es bereits starke Bedenken. In der Sitzung des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide Ende März sagte Schulleiterin Katja Schröder, dass ein Kind pro Klasse das Maximum sei. Sonst würden die Regeln der Roma-Clans über die Regeln der Schule gehen. Auch Eltern befürchten, dass die Schule zu einer Brennpunktschule werden könnte.

Aufteilung denkbar

Die Stadt als Schulträgerin halte eine Aufteilung auf mehrere Schulen durchaus für möglich, so Sprecher Dix auf Anfrage. Man werde „nach den Osterferien in Kontakt mit den Grundschulen in der näheren Umgebung der Unterkünfte treten, um über mögliche übergreifende Zuständigkeiten von Schulen zu sprechen.“

In der List scheinen sich die Wogen indes etwas geglättet zu haben, glaubt man den Worten der Bezirksbürgermeisterin: „Bis dato läuft hier alles unkompliziert“, sagt Walkling-Stehmann. Zwar war auch sie zunächst davon ausgegangen, dass keine weiteren Roma in die Podbielskistraße verlegt würden, „aber manche Dinge kommen dann eben doch anders. Aber die Aufregung ist im Vorfeld oftmals viel größer, als es dann der Wirklichkeit entspricht.“

Von Andreas Krasselt

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