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Meine Stadt FDP lädt in Hannover zum „Speed-Dating“, die Grünen in die „Öko-Hölle“
Hannover Meine Stadt FDP lädt in Hannover zum „Speed-Dating“, die Grünen in die „Öko-Hölle“
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16:19 24.08.2019
Bürger überall: Tag der offenen Tür im Landtag. Quelle: www.fotowilde.de
Hannover

„Herzlich willkommen in Ihrem Landtag“ – mit diesen Worten eröffnete Landtagspräsidentin Gabriele Andretta am Samstagmorgen den Tag der offenen Tür im Niedersächsischen Landtag. Dieser Einladung folgten umgehend massenweise interessierte Niedersachsen. „Tag der offenen Tür“ war dabei kein Lippenbekenntnis: Sonst unzugängliche Bereiche standen den Besuchern für ein Blick hinter die Kulissen der „demokratischen Herzkammer“ Niedersachsens offen, die Fraktionen stellten sich mit Aktionen und Live-Musik vor, viele prominente Politiker mischten sich unters Volk.

Zuletzt hatte es 2014 einen solchen Besuchertag im Landtag gegeben. Das war noch vor dem großen und nicht unumstrittenen Umbau des Leineschlosses – für viele Besucher ebenfalls ein Ansporn, der Einladung nachzukommen. „Schön hell“, schildern etwa Godehard und Margrit Bolte ihren ersten Eindruck im Eingangsbereich des Landtags, der Portikushalle. „Wir sind gespannt wie die anderen Räume aussehen.“

Dieses Büro macht den Ministerpräsidenten neidisch

Ein bauliches Highlight: das Büro von Landtagspräsidentin Andretta. Im Interview mit Moderator Christoph Dannowski auf der NP-Bühne in der Eingangshalle hatte sie bereits zu Beginn der Veranstaltung verraten, dass selbst Ministerpräsident Stephan Weil neidisch wird: „Er findet es ziemlich ungerecht, nicht selbst so ein schönes Büro zu haben“, so Andretta mit einem Schmunzeln. In der Tat zeigten sich die Besucher beeindruckt von dem sehr geräumigen und stilvoll eingerichteten Arbeitszimmer mit Blick durch eine große Fensterfront auf die Leine.

Das beeindruckend große Arbeitszimmer der Landtagspräsidentin Gabriele Andretta. Quelle: www.fotowilde.de

Aber nicht nur ihr Arbeitszimmer empfahl sie den Besuchern: „Hier schlägt das Herz der niedersächsischen Demokratie“, so Andretta. „Informieren Sie sich, wie Gesetze entstehen, wie sich Bürger beteiligen können und sprechen Sie die Abgeordneten an. In jedem direkten Gespräch gewinnt man neue Einsichten.“

Speeddating und Müllquiz

Dem kamen viele Besucher gerne nach. Zumal die Parteien in ihren Fraktionssälen mit Mitmachaktionen um die Gunst der Bürger warben: Die FDP etwa lud zum „Speed-Dating“ mit Politikern, die Grünen diskutierte in ihrer selbstironisch betitelten „Öko-Hölle“ mit Bürgern und luden zum „Plastikmüll-Quiz“, bei der SPD talkte Ministerpräsident Weil und eine Girl-Band rockte, bei der CDU gab es neben Politik auch Apfelspezialitäten aus dem Alten Land zu kosten, die AfD diskutierte über artgerechte Tierhaltung.

Buntes Treiben herrschte im Niedersächsischen Landtag am Samstag: Beim Tag der offenen Tür konnten Besucher hinter die Kulissen des politischen Betriebs schauen.

„Unters Volk“ mischten sich immer wieder auch prominente Landespolitiker, wie Innenminister Boris Pistorius, der im Fraktionssaal der SPD gut gelaunt Hände schüttelte und das Bad in der Menge sichtlich genoss, oder CDU-Vorsitzender Dirk Toepffer, der auch beim nicht ganz ernst gemeinten Politiker-Herzblatt auf der NP-Bühne eine gute Figur machte.

Beeindruckende Steno-Show

Steno-Show beim Tag der offenen Tür im Landtag. Quelle: Frank Wilde

Neben zahlreichen Medien – außer NP und HAZ präsentierten sich unter anderem der NDR (mit „Schüsselschorse“), die Deutsche Presseagentur, Antenne Niedersachsen – zeigten auch viele Verwaltungsmitarbeiter des Landtags, was sie täglich leisten. Besonders beeindruckend: die Stenografen Frank Pohl und Volker Heuer, vor denen sich eine Menschentraube gebildet hatte. Sie demonstrierten, wie man eine Rede in Echtzeit mitschreibt. 300 Silben pro Minute sind dabei keine Seltenheit. Seit 1983 protokolliert Frank Pohl im Landtag. „Steno habe ich aber schon als 12-Jähriger bei einem Kurs gelernt“, erklärt er. Und wie lange muss man üben, um im Landtag mitschreiben zu können? „Wenn man intensiv übt, drei Jahre“, erklärt er mit einem Lächeln. „Sonst eher fünf.“ Für ihre Steno-Demonstration ernteten beide von den Zuschauern großen Applaus.

Von Simon Polreich

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