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Meine Stadt Handy ins Gesicht geworfen: Seniorin rastet aus – Geldstrafe
Hannover Meine Stadt Handy ins Gesicht geworfen: Seniorin rastet aus – Geldstrafe
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15:52 03.04.2019
Quelle: dpa
HANNOVER

Ein alltäglicher Vorfall: Alina S. (72) blockierte mit ihrem Porsche einen Parkplatz. Als sie von einer anderen Autofahrerin (40) gebeten wurde, doch zur Seite zu fahren, eskalierte die Situation. Zwei Gerichtsinstanzen mussten sich mit dem Vorfall vom 14. November 2017 vor dem Aqualaatzium beschäftigen.

Schlechte Beratung vom Anwalt

Das Ganze ist auch ein Beispiel, wie eine falsche Verteidigung Angeklagte reinreißen kann. Vor dem Amtsgericht wurde Alina S. wegen gefährlicher Körperverletzung zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das war ein Schock, für die redliche, gutsituierte Dame. Doch sie hatte behauptet, dass ihre Kontrahentin sich selbst mit dem Handy beworfen habe. Die absurde Version hatte sich ihr Verteidiger ausgedacht. Sie wechselte den Anwalt.

Am Mittwoch backte die Angeklagte im Landgericht kleinere Brötchen. Anwalt Matthias Waldraff erklärte: „Meiner Mandantin tut es aufrichtig leid, wie sie sich verhalten hat.“ Das gelte auch für ihr Auftreten vor dem Amtsgericht. Waldraff überreichte dem Gericht ein Schreiben, in dem die ehrenamtliche Tätigkeiten seiner Mandantin aufgelistet sind.

Handy ins Gesicht geworfen

Der 14. November 2017 sei nicht der Tag seiner Mandantin gewesen. Sie erwartete eine wichtige ärztliche Untersuchung. Außerdem ärgerte sie sich, dass sie mit dem SUV ihren Mann abholen musste. So reagierte sie sehr gereizt, als sie auf dem Parkplatz von der Zeugin angesprochen wurde. Alina S. fuhr nicht zur Seite. Die 40-Jährige schlengelte sich mit dem Kleinwagen in die Parklücke. Anschließend fotografierte sie den Porsche. Daraufhin nahm ihr die Angeklagte das Handy weg. Eine Zeugin beschrieb das Verhalten von Alina S.: „Eine elegante Dame mit dem Verhalten eines Waschweibs.“ Am Ende warf die Angeklagte das Handy der Zeugin aus kurzer Distanz ins Gesicht, ein Schneidezahn brach ab.

Zur Wiedergutmachung überreichte Alina S. dem Opfer 500 Euro im Gerichtssaal. Richter Martin Grote wandelte die gefährliche Körperverletzung in eine einfache um. Das Handy, ein großes Smartphone, sei schließlich kein „waffenähnliches Werkzeug“ gewesen. So wurde sie zu einer Geldstrafe von 900 Euro (30 Tagessätze) verurteilt. Der Richter zur Angeklagten: „Das hätten Sie auch schon in der ersten Instanz haben können.“ Das Urteil ist rechtskräftig.

Von Thomas Nagel

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