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Meine Stadt Hannover: Schülerkunst über Menschenwürde
Hannover Meine Stadt Hannover: Schülerkunst über Menschenwürde
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17:45 19.02.2019
PREISTRÄGER: Jonas Baumann holte mit seiner Arbeit den ersten Preis des Wettbewerbs an die Schillerschule Hannover. Quelle: Villegas
Hannover

Ein Lied passt in keinen Rahmen. Zumindest nicht im gegenständlichen Sinne. Und da sich der gesungene „Grundstein des Menschseins“ der Elftklässler des Gymnasiums Lehrte nicht in einem vorgegebenen Maßstab Din-A-0 einfassen lässt, blieb der Jury des Schulwettbewerbs der Region „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ nur, den Jugendlichen einen Sonderpreis zu geben. Denn überzeugend war ihre musikalische Auseinandersetzung mit dem Thema in Form eines Musikvideos allemal – wovon sich die Besucher der Preisverleihung gestern in der BBS 11 in Hannover überzeugen konnten.

Vor 70 Jahren trat das Grundgesetz in Kraft, dessen Artikel 1 eben diese Unantastbarkeit der menschlichen Würde festlegt. Doch was bedeutet das tatsächlich? Wie lässt sich dieser etwas abstrakte Begriff mit Leben füllen? 23 Schulen aus der Region – Gymnasien, Gesamt-, Haupt-, Real- und Berufsschulen – sowie jeweils eine aus Hildesheim und Bückeburg haben sich am Wettbewerb beteiligt und insgesamt 77 kreative Antworten geliefert. Kleine Kunstwerke, die nur einer einzigen Bedingung unterworfen waren: Die Objekte mussten in einen Din-A-0-Rahmen passen. „Um sie an die Wand zu hängen und anzugucken“, so Regionspräsident und Jurymitglied Hauke Jagau.

Die zehn besten Arbeiten wurden ausgezeichnet

Die zehn besten Projekte wurden von der Jury ausgewählt, jeweils fünf von Schülern der Sekundarstufe 1 und 2. Den ersten Preis unter den Jüngeren teilen sich die Heisterbergschule und die IGS Südstadt (Preisgeld jeweils 3500 Euro). In der Sek 2 konnte die Schillerschule den 1. Platz belegen (Preisgeld 4000 Euro). Ihr Schüler Jonas Baumann hatte ein Objekt aus zwei Schaufel erstellt, Symbole für Unbefangenheit und Freiheit. Die eine heil, die andere kaputt, ein Zeichen für die Gefährdung dieser Werte. Alle prämierten Arbeiten sind nun für ein paar Wochen in der BBS 11 zu sehen.

Jagau freute sich als Laudator nicht nur über die große Beteiligung am Wettbewerb, sondern auch über die Vielfalt der Arbeiten, „weil die Probleme, die zwischen Theorie und Praxis liegen, ziemlich klar aufbereitet wurden“, wie er betonte. Für dieses Engagement erhalte jede der teilnehmenden Schulen noch einen ebenfalls ursprünglich nicht vorgesehenen Obolus von 200 Euro als „Dankeschön“.

„Ein wichtiges Signal“

„Jeder einzelne Wettbewerbsbeitrag setzt ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Unterdrückung“, so Jagau. „Das ist angesichts der aktuellen nationalistischen, rechtspopulistischen und antieuropäischen Tendenzen ein wichtiges Signal.“

Die übrigen Preisträger: Den 3. Platz in der Kategorie „Sekundarstufe 1“ belegt die Nicolaus-Kopernikus-Hauptschule Garbsen und erhält dafür 1000 Euro, den 4. Preis bekommt die Robert-Koch-Realschule Langenhagen, Platz 5 belegt die IGS Wedemark. Dafür gibt es jeweils einen Sachpreis.

In der Gruppe „Sekundarstufe 2“ kann sich das Gymnasium Isernhagen über Platz 2 mit einem Preisgeld von 2500 Euro freuen. Den 3. Platz erreicht die BBS Handel und erhält für ihren Beitrag 1000 Euro. Sachpreise gibt es auch noch einmal für die Schillerschule Hannover (Platz 4) und das Hannah-Ahrendt-Gymnasium Barsinghausen (5. Platz).

Von Andreas Krasselt

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