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Meine Stadt Anti-Terror-Übung: SEK befreit Geiseln aus entführter Stadtbahn
Hannover Meine Stadt Anti-Terror-Übung: SEK befreit Geiseln aus entführter Stadtbahn
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15:41 14.07.2019
Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei üben den Ernstfall. Quelle: Heidrich
Hannover

Schüsse, vermummte Einsatzkräfte und festgenommene Täter: Das Spezialeinsatzkommandos (SEK) des Landeskriminalamts (LKA) Niedersachsen hat am Sonnabend mit einer Anti-Terror-Übung den Ernstfall geprobt. Die Polizisten nutzten dafür die Stadtbahnhaltestelle Tresckowstraße in Wettbergen. Das Szenario: Islamistische Terroristen haben am Hauptbahnhof Hannover einen Anschlag verübt und anschließend eine Stadtbahn entführt. Darin befindet sich eine Vielzahl von Geiseln. LKA-Vizepräsident Bernd Gründel war am Ende zufrieden mit dem Verlauf der Übung.

Geiselnahme in der Stadtbahn – das ist die Trainingsaufgabe für Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK).

Seit Jahren gibt es in Deutschland eine latente Anschlagsgefahr. Deshalb müssen auch die Spezialeinsatzkräfte der Polizei immer wieder üben, um im Falles eines Falles bestmöglich reagieren zu können. „Um bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, müssen unsere Spezialisten immer wieder unterschiedliche Trainingssituationen eines möglichen Anschlags proben“, sagt SEK-Kommandoführerin Nicole Rügenhagen.

Ziel sei es neben dem Zugriffstraining, so Rügenhagen, „insbesondere auch das Zusammenspiel von verschiedenen Institutionen in lebensbedrohlichen Situationen“ zu proben. Zusammen mit den SEK-Kräften aus Niedersachsen waren auch das SEK Schleswig-Holstein, Beamte der Polizei Hannover, der Polizeiakademie Niedersachsen und Üstra-Mitarbeiter im Einsatz – insgesamt rund 100 Personen.

Im Rahmen des Anschlags-Szenarios wurde die entführte Stadtbahn von den Spezialkräften an der Haltestelle Tresckowstraße gestoppt. „Szenarien wie diese stellen eine Ausnahmesituation dar, für die wir dennoch professionell aufgestellt sein müssen“, so Gründel. Deshalb sei es enorm wichtig, die möglichen Situationen unter realistischen Bedingungen „regelmäßig zu trainieren“. 

Insgesamt vier Stunden dauerte die Übung. Das SEK musste nacheinander unterschiedliche Bedrohungslagen innerhalb der von der Üstra bereitgestellten Stadtbahn lösen, am Ende die Geiseln befreien und die Täter überwältigen. Dabei sind auch Schüsse gefallen – aus Übungswaffen, versteht sich. An der Haltestelle Tresckowstraße finden derzeit Baumaßnahmen statt. Sie ist gesperrt, so dass der Nahverkehr nicht beeinträchtigt wurde.

LKA begleitet Übung bei Twitter

Kein Einzelfall: Vor rund einem Jahr waren es 900 Einsatzkräfte, die eine Nacht lang im abgesperrten Hauptbahnhof die Abwehr eines Terror-Angriffs trainierten. 

Von NP

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