Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Rettung für Godehardistift ist nah
Hannover Meine Stadt Rettung für Godehardistift ist nah
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:58 12.06.2019
Protest: In den vergangenen Wochen demonstrierten Menschen in Linden gegen die Schließung des Godehardistifts. Quelle: Wilde
Hannover

Es war noch leicht vorsichtiger Optimismus, den Stadt-Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf und Godehardistift-Geschäftsführer Wolfram Rohleder am Dienstag versprühten. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärten sie, dass die Stadt der Paul- Gerhardt-Diakonie, dem Träger des Lindener Godehardistifts, ein Grundstück für den notwendigen Neubau des Seniorenzentrums anbiete. Ist das nun die Rettung für die rund 100 Bewohner der derzeit noch in der Posthornstraße beheimateten Einrichtung?

„Nach grober Prüfung sieht es sehr gut aus“

Darüber sollen die kommenden Monate entscheiden. Denn erstmal muss der Träger den neuen Standort genau unter die Lupe nehmen: An der Deisterstraße, Ecke Ricklinger Straße, könnte demnach der Neubau entstehen – aktuell befindet sich dort noch ein Parkplatz. Konstanze Beckedorf ist jedenfalls optimistisch: „Nach grober Prüfung sieht es sehr gut aus.“

Das dürfte die Bewohner, deren Angehörige sowie die Mitarbeiter zumindest etwas beruhigen. Anfang des Jahres hatte die Paul-Gerhardt- Diakonie angekündigt, das Seniorenzentrum Ende 2019 schließen zu wollen – was umgehend Proteste in der Bevölkerung hervorrief. Auch eine Online-Petition wurde gestartet, mittlerweile unterzeichneten rund 4700 Menschen. Rohleder gibt mit Blick auf die Ankündigung selbst zu: „Damals hat man zu mir gesagt: Wenn du das machst, wirst du erleben, was Linden ist.“

Weiterführung oder Modernisierung nicht möglich

Doch der alte Bau aus den Siebziger Jahren habe eine mittlerweile marode Bausubstanz und sei zunehmend ungeeignet. Und eine Modernisierung bei laufendem Betrieb sei bei der Anzahl von Bewohnern nicht durchführbar gewesen. Beckedorf betont: „Der Stadt ist es sehr wichtig, dass den Menschen in ihren Stadtteilen wohnortnahe stationäre Pflegeangebote zur Verfügung stehen.“

Wollte man den Godehardistift also irgendwie retten, mussten neue Lösungen her. Die Suche in Linden gestaltete sich da äußerst schwierig: Der Stadtteil ist sehr eng bebaut, ein weiteres mögliches Grundstück stellte sich als ungeeignet heraus. Und so liegen nun alle Hoffnungen auf dem 1700-Quadratmeter-Grundstück an der Deisterstraße. Wolfram Rohleder weiß: „Wir sind zum Erfolg verurteilt.“ Nicht zuletzt auch wegen des öffentlichen Drucks. Gleichzeitig sagt er aber auch: „Wenn man in Linden bleiben will, gibt es nur dieses eine Grundstück.“

Entscheidung am Ende des Jahres

Die Prüfung soll bis Ende des Jahres durch sein, bis dahin reserviert die Stadt das Grundstück mit einer freien Anhandgabe. Der Schließungstermin für das alte Gebäude in der Posthornstraße verlegte die Diakonie derweil um ein halbes Jahr auf den 30. Juni 2020.

Von Janik Marx

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für die Anwohner rund um den Flughafen Langenhagen dürfte die Hoffnung auf ein Nachtflugverbot schwinden. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann stellt klar, dass der Betreiber einen Rechtsanspruch auf den Nachtbetrieb hat.

12.06.2019

Nicht viel getrunken hatte Max L., als bei ihm „alles dunkel“ wurde: Wurde der 20-Jährige bei einer CSD-Party im Funpark am Pfingstsamstag mit K.O.-Tropfen außer Gefecht gesetzt?

12.06.2019

Hannovers Klimaaktivisten hatten am Dienstag eine Botschaft für Autofahrer: Sie blockierten die Pferdeturm-Kreuzung am Messeschnellweg und machten so auf die von ihnen geforderte Verkehrswende aufmerksam.

11.06.2019