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Meine Stadt Hannover: Reithallen-Umbau kostet 3,5 Millionen
Hannover Meine Stadt Hannover: Reithallen-Umbau kostet 3,5 Millionen
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16:53 13.04.2015
Von Andreas Voigt
Für Begegnungen gedacht: alter Reitstall an der Appelstraße. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Der 68-Jährige betreut sie an seinem Institut für Elektrotechnik. Und doch bleibt ihm noch Zeit für ein weiteres Projekt, und das hat mit einem ehemaligen königlichen Reitstall zu tun, der seit 1888 an der Nordstädter Appelstraße steht.

In diesem Gebäude, Eigentum der Hochschule, sind mehrere Maschinenbau-Institute untergebracht, die ab 2017 nach Garbsen auf den neuen Uni-Campus ziehen. Barke hat sich schon zum Ende seiner Dienstzeit Gedanken über den alten Reitstall gemacht, er möchte dort einen Veranstaltungs- und Konferenzort etablieren - mit Gastro-Angebot. Als Vorbild dient ihm der Reitstall an der Dragonerstraße in der List.

„Der Universität fehlt ein solcher Ort auf dem Campus, an dem Veranstaltungen in würdigem Rahmen angeboten werden können, sich aber abends auch mal Lehrende in gemütlicher Runde treffen möchten“, wiederholte Erich Barke gestern bei der Ausstellungseröffnung von Architektur-Bachelorarbeiten, die sich mit dem Umbau und dem Potential der Reithalle befasst haben. Bis Freitag, 17. April, sind im Lichthof des Welfenschlosses acht Arbeiten zu sehen, die neben einem Veranstaltungsort auch ein Gästehaus der Leibniz-Uni vorsehen, das es so aber nicht geben wird - aus finanziellen Gründen.

Denn Erich Barke möchte das Bauprojekt ausschließlich privat finanzieren, und schon ohne Gästehaus hat die Uni Baukosten in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro errechnet. Immerhin: Eingeworben von einer Stiftung, Unternehmen und Privatpersonen hat er bereits eine Million Euro. „2016 können wir deshalb schon mit der Sanierung der Außenfassade beginnen“, berichtete Erich Barke.

Für Uni-Präsident Volker Epping ist der Umbau „inzwischen ein wichtiges Projekt geworden“. „Das Begegnungszentrum soll auch der hannoverschen Stadtgesellschaft offen stehen, etwa für Konzerte, Vorträge oder Dichterlesungen.“ Aus diesem Grund hoffe die Leibniz-Uni, dass sich auch aus der „hannoverschen Stadtgesellschaft heraus jemand an dem Vorhaben finanziell beteiligt“, so Epping. Sein Vorgänger drückte es danach so aus: „Jeder, der sich mit dem Gebäude auseinandersetzt, empfindet es als Schandfleck. Ich appelliere an die Hannoveraner, mitzuhelfen, das Haus umzugestalten.“