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Meine Stadt Hannover: Regiobus fährt weiter bis 2030 im Umland
Hannover Meine Stadt Hannover: Regiobus fährt weiter bis 2030 im Umland
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09:35 03.07.2019
Auf Sparkurs ist die Regiobus schon seit längerem, etwa durch Stilllegung oder Ausdünnung kaum genutzter Linien. Quelle: Helmbrecht
Hannover

Die Regiobus bleibt auch ab 2020 Busbetreiberin im Umland. Das hat die Regionsversammlung am Dienstag beschlossen. „Das bedeutet Planungssicherheit für die nächsten zehn Jahre“, betonte Regionspräsident Hauke Jagau bei der Bekanntgabe der Vergabe.

Damit sei auch sichergestellt, dass die Region den Öffentlichen Personennahverkehr nicht nur als Auftraggeberin steuern, sondern auch entschiedener auf die Unternehmensprozesse einwirken könne, da die Regiobus ein Tochterunternehmen der Region ist. „Damit sind wir ganz anders handlungsfähig“, so Jagau. Würde die Region von einem anderen Anbieter Änderungen der Leistungen verlangen, würde dieser schnell die Kosten erhöhen.

Dennoch: „Die Regiobus muss sich wirtschaftlicher aufstellen“, betonte Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz. „Dafür muss sie noch einiges tun.“ Und sich auch regelmäßig dem Vergleich mit anderen kommunalen Verkehrsunternehmen stellen. Schließlich war die Regionstochter erst vor Kurzem in eine deutliche Schieflage geraten. „Unter der neuen Geschäftsführung, die seit anderthalb Jahren im Amt ist, hat die Regiobus den richtigen Weg eingeschlagen“, so Franz.

Regionspräsident Hauke Jagau, die Regiobus-Chefinnen Regina Oelfke und Elke van Zadel sowie Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz (von links) freuen sich über die Auftragsvergabe. Quelle: Region Hannover

Sparen und dennoch investieren

Im Rahmen intensiver Vorbereitungen sei eine Struktur entwickelt worden, die es zum einen erlaube, Geld einzusparen, zum anderen aber auch Mittel für Investitionen bereitzustellen, erklärte Regiobus-Geschäftsführerin Elke van Zadel.

Gemeinsam mit Unternehmensleitung, Betriebsrat und der Gewerkschaft Verdi hat die Region alljährlich bis 2024 anwachsende Einsparziele vereinbart und verbindlich in dem Öffentlichen Dienstleistungsauftrag festgeschrieben. Die sehen unter anderem den Abbau von mindestens 66 der derzeit 730 Vollzeitstellen vor, verteilt über alle Unternehmensbereiche.

Zusammenarbeit mit Üstra?

Das könnten aber auch noch mehr werden, ergänzte Co-Chefin Regina Oelfke. „Wir haben uns verpflichtet, jährlich 2,9 Millionen Euro einzusparen.“ Betriebsbedingte Kündigungen aber schloss Regionspräsident Jagau aus. Einsparpotenziale gibt es in allen Bereichen, vom Fahrdienst bis zur Verwaltung. „Wir streben auch eine Zusammenarbeit mit der Üstra an“, ergänzte van Zadel.

Dabei kann es aber nicht nur um einen rigorosen Sparkurs gehen. Daneben muss sich Regiobus auch modernisieren, etwa durch umweltschonende Technik. Ab dem kommenden Jahr werden auch Hybridbusse eingesetzt, ein neuer Förderantrag für E-Busse ist eingereicht worden. Weitere Sprinterlinien werden eingeführt und alle Sprinter mit W-Lan ausgestattet.

Die beiden Betriebshöfe Wunstorf und Eldagsen werden aufgelöst und ein neuer Betriebshof an noch unbekannter Stelle errichtet. Dort sollen dann die E-Busse konzentriert und auch Formen des automatischen Fahrens erprobt werden – nicht mit Fahrgästen, versteht sich. Doch wenn der Bus alleine per Knopfdruck in die Waschhalle oder an den Abstellplatz rollt, ist das auch schon ein Fortschritt.

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Von Andreas Krasselt

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