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Meine Stadt Ernst August höhnt über geplatzten Marienburg-Deal
Hannover Meine Stadt Ernst August höhnt über geplatzten Marienburg-Deal
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15:43 06.03.2019
Ernst August Prinz von Hannover. Quelle: picture alliance / dpa
Hannover

Der Marienburg-Deal zwischen Erbprinz Ernst August von Hannover und der Landesregierung ist geplatzt. Jetzt meldet sich der Senior-Prinz zu Wort. In einer Stellungnahme begrüßt der Chef des Hauses der Welfen die Entwicklung – und kritisiert seinen Sohn scharf.

Prinz Ernst August von Hannover habe die Entscheidung seines Sohns „über den Doch-Nicht-Verkauf der Marienburg für 1 Euro erfreut zur Kenntnis genommen“, heißt es in der Stellungnahme der ihn vertretenden Agentur, „weil dadurch möglicherweise insoweit eine gerichtliche Auseinandersetzung vermieden werden kann“, so der „Chef des Hauses der Welfen“, wie er sich in dem Schreiben gleich mehrmals bezeichnet. Ernst August Senior hatte seinem Sohn angedroht, die Schenkung des Schlosses an den Junior-Prinzen rückgängig zu machen, sollte dieser die Marienburg nicht im Familienbesitz halten.

Ernst August von Hannover junior. Quelle: dpa

Für den geplatzten Deal lobt der Vater dagegen ausdrücklich die Landesregierung – nicht ohne einen Seitenhieb auf den Sohn: Das Land habe offenbar „das rechtswidrige Verhalten des Erbprinzen und dessen Berater richtig eingeschätzt“, so der Senior-Prinz in seinem Schreiben.

„... um ein neuerliches Debakel zu verhindern“

Aus seiner Sicht ändere die Rücknahme der Verkaufsabsicht allerdings nichts an der unbefriedigenden Gesamtsituation und seinen „Rückübertragungsansprüchen zur Sicherung des Familienvermögens“, betont er im Schreiben an die NP. Darüber hinaus sieht Prinz Ernst August die Möglichkeit des Erhalts der Marienburg, ohne dafür Steuergelder in großem Umfang einzusetzen. Wie er das schaffen will, verriet der Prinz zwar nicht, verwies lediglich darauf, dass er seine Fähigkeiten „über Jahrzehnte bewiesen hat“. Im Gegensatz zu seinem Nachfolger: Die letzten 15 Jahre hätten gezeigt, dass der Sohn und dessen Berater „dazu nicht in der Lage waren und diese Kosten lieber auf die Bürger des Landes Niedersachsen abwälzen wollten.“

Streitobjekt: Das Schloss Marienburg. Quelle: dpa

Auch in Zukunft will der Prinz-Vater seinem Sohn ganz genau auf die Finger schauen, kündigt er an: Künftige Lösungsvorschläge für die Marienburg wolle er daran messen, „ob sie eine Zerstückelung und den Ausverkauf der familiären Kulturgüter befürchten lassen.“ Er gehe davon aus, dass sowohl sein Sohn als auch die Landesregierung ihn bei allen künftigen Gesprächen „rechtzeitig und vollumfänglich miteinbeziehen und auch die entsprechenden Unterlagen zur Verfügung stellen“, fordert der Welfen-Chef – und fügt mit Blick auf seinen Sohn hinzu: „um ein neuerliches Debakel zu verhindern.“

Von Simon Polreich

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