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Meine Stadt Hannover: Zwei Polizisten bei Festnahme verletzt
Hannover Meine Stadt Hannover: Zwei Polizisten bei Festnahme verletzt
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12:57 19.06.2019
Hannover

Bei der Festnahme eines Randalierers im Roderbruch (Groß-Buchholz) sind am späten Dienstagabend ein 42 Jahre alter Polizeibeamter und seine 28-jährige Kollegin leicht verletzt worden. Der 38-Jährige offenbar stark angetrunkene Mann hatte erheblichen Widerstand geleistet.

Angreifer war offenbar zunächst Opfer

Kurios: Der Angreifer war offenbar zunächst selbst Opfer einer Schlägerei gewesen. Denn die beiden Polizisten waren im Rahmen ihrer Streifenfahrt gegen 22 Uhr an der Straße Nußriede auf eine fünfköpfige Gruppe aufmerksam geworden, aus der heraus der am Boden liegende Mann traktiert wurde.

Als die Polizisten sich näherten, ließen die Angreifer von ihrem Opfer ab. Diesen Moment nutzte der 38-Jährige, um den Mann, der ihn zuvor geschlagen hatte, seinerseits anzugreifen. Mehrfach ging er auf ihn los.

Polizist prallt mit Schulter auf Bordstein

Nun war es den Beamten, das vorherige Opfer zu stoppen. Sie riefen Verstärkung und versuchten, den aufgebrachten Mann zu Boden zu bringen. Der drehte sich jedoch weg, sodass er gemeinsam mit dem 42-jährigen Fahnder zu Boden stürzte. Der Polizist prallte mit der Schulter auf den Bordstein und verlor seinen Gegner aus dem Griff.

Der 38-Jährige versuchte, zu flüchten, stolperte aber und stürzte dabei erneut. Die 28 Jahre alte Polizeibeamtin konnte ihn in dieser Position fixieren, verletzte sich währenddessen aber am Handgelenk. Die 28-jährige Polizeibeamtin konnte ihn in dieser Position fixieren, verletzte sich währenddessen aber am Handgelenk.

Beamte weiterhin dienstfähig

Gemeinsam hielten die beiden Polizisten den Mann fest, bis die Verstärkung eintraf, und der 38-Jährige in Polizeigewahrsam gebracht wurde. Dort wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Er muss sich nun wegen Widerstands gegen Polizeivollzugsbeamte und versuchter Körperverletzung verantworten. Die beiden Beamten ließen sich ambulant im Krankenhaus behandeln und sind weiter dienstfähig.

Die Männer, die den 38-Jährigen zuerst angegriffen hatten, konnten während der Festnahme flüchten.

Bekannter des Täters filmt Einsatz

Während des Einsatzes kam ein 30 Jahre alter Bekannter des 38-Jährigen hinzu und forderte die Polizisten auf, von dem Mann abzulassen. Als diese das nicht taten, beleidigte der Bekannte die Beamten, zückte ein Smartphone und filmte den Einsatz. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet.

Dieser Vorfall erinnert an die Festnahme eines jugendlichen Radfahrers am Vatertag. Auch dort filmte ein Unbeteiligter den Vorgang und stellte das Video ins Netz, was zu einer heftigen Debatte über Polizeigewalt führte. Die Polizei hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und angesichts ausfallender Hasskommentare in den sozialen Medien mit Strafanzeigen gedroht.

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Von Andreas Krasselt

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