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Meine Stadt Hannover: Ordnungskräfte haben Vatertag im Griff
Hannover Meine Stadt Hannover: Ordnungskräfte haben Vatertag im Griff
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21:07 30.05.2019
Schauen genau hin: Der Städtische Ordnungsdienst sorgte dafür, dass Glasflaschen entfernt wurden und sich die Partyfreunde den Umständen entsprechend anständig benahmen.
Schauen genau hin: Der Städtische Ordnungsdienst sorgte dafür, dass Glasflaschen entfernt wurden und sich die Partyfreunde den Umständen entsprechend anständig benahmen. Quelle: Elsner
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Hannover

Für die einen ist er ein Highlight des Jahres, für die anderen ein triftiger Grund, einfach mal zu Hause zu bleiben: Der Vatertag hat am Donnerstag wieder Tausende Menschen in Hannover zum fröhlichen Betrinken nach draußen gelockt. Die beliebtesten Ziele waren auch in diesem Jahr der Maschpark, wo vor und hinter dem Neuen Rathaus gleichzeitig das Jazz-Festival stattfand, und der Maschsee, um den etliche Gruppen mit Bollerwagen im Schlepptau zogen.

Polizei und Ordnungsdienst sorgen für Ruhe

Damit alles weitestgehend ruhig und friedlich blieb, waren Polizei und Städtischer Ordnungsdienst mit viel Personal im Einsatz: Allein im Maschpark patrouillierten mehr als ein Dutzend Ordnungsdienstmitarbeiter und setzten dort vor allem das Glasflaschenverbot durch und achteten auf Wildpinkler. Währenddessen behielten an der Willy-Brandt-Allee vor dem Landesmuseum rund 20 Polizisten den Überblick und kontrollieren ab und zu vorbeikommende Autos. Eingreifen müssen sie an diesem Tag selten.

Bier, Bollerwagen und Betrunkene – an Himmelfahrt gibt es schon fast traditionell Probleme. So lief es am Maschsee und im Maschpark.

Die Feiernden reagierten auf die ruhige Ansprache mit Verständnis: „Kein Problem“, sagte ein junger Mann, als ein Ordnungsdienstler ihn auf seine Bierflasche aufmerksam machte. „Dann ex’ ich schnell.“ Trank aus und brachte die leere Flasche zu einem der Container, die die Stadt rund um den Park aufgestellt hatte. Andere versuchten ihre Glasflaschen vor dem Ordnungsdienst zu verbergen – doch auch das war selten von Erfolg gekrönt. Im Laufe des Tages schien die Regelung angekommen zu sein: Immer mehr Menschen nutzten Papp- oder Plastikbecher. Oder füllten den Wodka noch mal eben schnell in eine leere PET-Flasche um. Auch dafür hat der Städtische Ordnungsdienst am Donnerstag Zeit und Verständnis.

Am Maschteich war für jeden ein Plätzchen

Dabei wurde im Maschpark nicht überall nur getrunken: Während am östlichen Ufer die Jugend eine große Freiluftparty feierte, war es im südlichen Teil sehr ruhig. So ruhig, dass sogar Familien hier in Ruhe picknicken konnten. Und im nördlichen Teil, beim Jazz-Festival, fand sich auch das ältere Publikum ein, um bei frisch gezapftem Bier Musik zu genießen.

Gegen Abend wurde die Stimmung aufgeheizter

Je später der Tag, desto höher stieg der Alkoholpegel – viele hatten schließlich schon früh morgens mit dem Trinken begonnen. Das bewegte den ein oder anderen schon mal zum hemmungslosen Wildpinkeln – das musste nicht sein, fand auch der Ordnungsdienst und schritt ein. Schließlich waren auch Familien mit Kindern hier unterwegs. Ein Angesprochener erschreckte sich und lief nach kurzem Austausch mit dem Ordnungsdienst mit offener Hose davon.

Doch auch die Gewalt nahm gegen Abend zu: Die Polizei registrierte bis 18 Uhr bereits mehrere Körperverletzungen, die Stimmung wurde aufgeheizter. Mit Ende des Jazz-Festes hatten nun die jungen Leute den Maschpark für sich allein. Allerdings griffen Polizei und Ordnungsdienst auch hier mit starker Präsenz durch, nahmen Personalien auf und verwiesen die meist stark alkoholisierten Randalierer vom Gelände.

Von Janik Marx