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Meine Stadt Hannover: Teilnehmer am Öko-Projekt des BUND werden zu Ratgebern
Hannover Meine Stadt Hannover: Teilnehmer am Öko-Projekt des BUND werden zu Ratgebern
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13:35 14.07.2019
BUND-Fachberater Jan Heeren bringt das Pfortenschild am Garten von Conny (rechts) und Thomas Loth an. Quelle: Franson
Hannover

Wo früher ein Rasen war, blüht nun eine Wiese. Zwischen zahlreichen Kräutern tummeln sich etliche Insekten. Auch Grashüpfer wurden schon gesehen, immer ein gutes Zeichen, dass mit der Blühwiese alles in Ordnung ist. Eine noch relativ neu angelegte Kräuterspirale im Garten von Conny (53) und Thomas Loth (54) ist ein Bienenparadies.

Am Rande der Wiese ziehen die beiden Kleingärtner Gemüse: Zucchini auf einem Hügelbeet, daneben auch Bohnen, Kartoffeln und vieles mehr – alles alte Sorten, versteht sich. Ein bisschen Rucola hat sich dazu gesellt, wild ausgesät. Wilde Rauke heißt das hierzulande.

Die Loths haben ihren Kleingarten auf Bio umgestellt, aber nicht ohne Hilfe. Sie beteiligen sich am Projekt „Universum Kleingarten“, mit dem der BUND seit zwei Jahren erfolgreich Laubenpieper davon überzeugt, sich an den Ursprungsgedanken des Kleingartenwesens zu erinnern: Obst- und Gemüseanbau für den Eigenbedarf auf zumindest einem Drittel der Gartenfläche, heute natürlich rein biologisch.

Der Startschuss fiel 2017 in der Kolonie Vereinigte Steintormasch, schon ein Jahr später wurde das Projekt erweitert. Mit den Vereinen Herrenhausen-Burg, Burgland und Langefeld beteiligten sich drei weitere Kolonien, und auch die Förderung durch die Bingo-Umweltstiftung wurde bis 2020 verlängert. Im Fiedlerweg 78 der Kolonie Herrenhausen-Burg entstand ein Modellgarten, in dem auch die Kinder von zwei Kitas der Zachäus-Gemeinde an das naturnahe Gärtnern herangeführt werden.

Zwei aktuelle Neuzugänge

Aktuelle Neuzugänge sind mit den Vereinen Feierabend und Krügersruh zwei Kolonien im Stadtbezirk Vahrenwald-Hainholz. „Mittlerweile haben rund 260 Kleingärtner in irgendeiner Form teilgenommen“, so Projektleiterin Andrea Preißler Abou El Fadil. Sogar im Bezirksverband sei die anfängliche Skepsis zunehmendem Interesse gewichen. Auch wenn nicht alle ihre Gärten aktiv in Bio-Paradiese verwandelten, hätten sie sich doch wichtige Anregungen bei Vorträgen geben lassen.

Wie eben die Loths. „Ich war gleich Feuer und Flamme“, beteuert Conny Loth. „Ich war bei fast allen Vorträgen und habe dabei viele neue Erkenntnisse gewonnen, meinen Horizont erweitert.“ Vieles laufe aber nicht nur im Rahmen von Vorträgen, sondern über dem Gartenzaun. Der soziale Aspekt spielt nicht nur im Kleingartenwesen eine wichtige Rolle, sondern auch im Öko-Projekt.

Loths wollen ihre Kenntnisse teilen

Was dann die Idee aufkommen ließ, diese Form der Wissensweitergabe nach außen sichtbarer zu machen: Wer von den Projektteilnehmern bereit ist, seine gewonnenen Kenntnisse mit anderen zu teilen und dafür auch in vertretbarem Umfang seinen Garten zu öffnen, kann dies künftig mit einem Pfortenschild signalisieren. Auf dem wird gut sichtbar auf das „Universum Kleingarten“ hingewiesen.

Conny und Thomas Loth haben ihren Kleingarten mit Hilfe des BUND-Projekts auf Bio umgestellt. Man sieht’s.

Conny und Thomas Loth sind nun die ersten, an deren Garten BUND-Fachberater Jan Heeren dieses Schild angeschraubt hat. „Der Austausch ist wichtig“, betont Conny Loth. „Wir wollen Gesprächsbereitschaft schaffen.“ Damit diese gute Idee weiter auf fruchtbaren Boden fällt und gedeihen kann.

Von Andreas Krasselt

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