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Meine Stadt Hannover: Notfall-Nannys stehen auch in Zukunft bereit
Hannover Meine Stadt Hannover: Notfall-Nannys stehen auch in Zukunft bereit
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16:11 28.01.2019
BETREUUNG GESICHERT: Auch im Notfall soll dank „Fluxx“ keine Betreuungslücke entstehen.
BETREUUNG GESICHERT: Auch im Notfall soll dank „Fluxx“ keine Betreuungslücke entstehen. Quelle: picture alliance / dpa
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Hannover

Die Notfall-Nannys haben sich bewährt. Die Stadt will das Mitte 2014 als Pilot gestartete Modellprojekt „Fluxx“ verstetigen. Der Jugendhilfeausschuss hat die Vorlage am Montag einstimmig angenommen.

„Fluxx“ hilft immer dann, wenn die reguläre Kinderbetreuung plötzlich ausfällt. Über die Notfall-Hotline 0511/168 321 10 können betroffene Eltern sich zunächst beraten lassen. Und dann gegebenenfalls Hilfe anfordern. Dafür stehen aktuell 30 ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer aus Stadt und Region zur Verfügung, die den Service rund um die Uhr anbieten. Die meisten von ihnen sind ehemalige Mitarbeiterinnen aus Kitas, Krankenhäusern oder sozialen Einrichtungen, die darüber hinaus fortlaufend weiter qualifiziert werden.

In den ersten dreieinhalb Jahren suchten 3136 Eltern Rat, 986-mal war eine Notfallbetreuung nötig. Die fand zu 85 Prozent in den jeweiligen Wohnungen statt und dauerte in der Regel vier bis viereinhalb Stunden. Insgesamt summierten sich die Betreuungsleistungen in dieser Zeit auf 4054,5 Stunden. Die Hälfte der Einsätze war erforderlich, weil die Eltern wegen Verpflichtungen in Beruf oder Studium die Betreuung nicht selbst übernehmen konnten. 47 Prozent der Notfallbetreuungen wurden von Alleinerziehenden in Anspruch genommen. In den anderen betroffenen Familien waren zu 95 Prozent beide Elternteile berufstätig.

„Fluxx“ organisiert sich partnerschaftlich. Die Eltern zahlen pro Betreuungsstunde 5, Studierende nur 2 Euro. Mittlerweile haben aber auch 20 Betriebe aus der Wirtschaft sowie fünf Kommunen der Region Partnerschaften abgeschlossen. Die Betriebe zahlen dabei nach Anzahl der Mitarbeiter gestaffelte Jahresbeiträge von 120 bis 2400 Euro. Für Mitarbeiter dieser Partnerbetriebe verringern sich so die Kosten der Betreuung auf 3 Euro pro Stunde.

Stadt und Region beteiligen sich mit jeweils 20 000 Euro pro Jahr an der Finanzierung der Personalkosten. Dabei geht es um eine Koordinationsstelle, die bei den stetig anwachsenden Aufgaben durch die wachsende Beteiligung bei einer Verstetigung des Projekts ab 1. Juli um eine stellvertretende Koordinierungsstelle und eine weitere Verwaltungskraft erweitert werden soll.

Von Andreas Krasselt