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Meine Stadt Hannover: Neuer Kommandant in der Feldjägerschule
Hannover Meine Stadt Hannover: Neuer Kommandant in der Feldjägerschule
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17:05 22.03.2019
Kommandoübergabe: Brigadegeneral Udo Schnittker (M.) übergab die Leitung der Schule für Feldjäger und Stabsdienst von Dirk Waldau (r.) an Ralf Broszinski.
Kommandoübergabe: Brigadegeneral Udo Schnittker (M.) übergab die Leitung der Schule für Feldjäger und Stabsdienst von Dirk Waldau (r.) an Ralf Broszinski. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Wechsel an der Spitze der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr in Hannover: Brigadegeneral Udo Schnittker übergab das Kommando am Freitag von Oberst Dirk Waldau in die Hände von dessen Nachfolger Oberst Ralf Broszinski. Die Zeremonie fand in feierlichem Rahmen vor rund 400 Anwesenden auf dem Gelände der Hauptfeldwebel-Langenstein-Kaserne statt.

Feierliche Zeremonie: Der scheidende Oberst Dirk Waldau (r.) übergibt die Fahne an Brigadegeneral Udo Schnittker. Quelle: Florian Petrow

Waldau wird nach drei Jahren als Kommandeur der Schule Spuren hinterlassen. Davon zeugt nicht zuletzt der Name der Kaserne. Auf Initiative Waldaus war die Einrichtung 2018 von Emmerich-Cambrai- in Hauptfeldwebel-Langenstein-Kaserne umbenannt worden. Tobias Langenstein, einst selbst Angehöriger der Feldjägerschule, kam 2011 bei einem Anschlag in Afghanistan ums Leben. Dies sei in einer Reihe von herausragenden Verdiensten Waldaus „Meisterstück“ und zeuge von einem „modernen Traditionsverständnis“, lobte Udo Schnittker, Brigadegeneral und Kommandeur des Kommandos der Feldjäger in Hannover. Zudem sei das von Waldau aufgebaute Übungszentrum nicht nur Baustein in nahezu allen Lehrgängen. „Es unterstützt die Feldjägerverbände bei ihren Weiterbildungen, ist ein Ankerpunkt für multinationale Kooperationen und dient nur allzu oft als Schaufenster der Fähigkeiten von außen nach innen“, betonte Schnittker. Kurzum, so der Brigadegeneral über den scheidenden Kommandeur: „ Sie haben dieser Schule gut getan.“

Dank an Soldaten und Mitarbeiter der Schule

In seiner Abschiedsrede dankte Waldau allen Soldaten und zivilen Mitarbeitern für die vergangenen drei Jahre. Mit Blick nach oben warnte er aber auch vor der stetigen Zunahme von „lähmender Bürokratie“n, die in der täglichen Arbeit immer öfter als „störendes Ereignis aufblitzt“. Mit einem zufriedenen Gefühl gehe er nun seine neue Aufgabe als Leiter der zentralen Unterstützung und als stellvertretender Kommandeur des Ausbildungszentrums Munster an. Er sei „zufrieden über das mit Ihnen erreichte“, so der Oberst, der schließlich der gesamten Schule ein großes Lob aussprach: „Ich bin Ihnen dankbar für jedes offene Wort und die Freiheit in der Auftragserfüllung. Ich nehme viele gute Erinnerungen mit.“

Nach der Zeremonie wartete auf den scheidenden Kommandeur noch eine besondere Herausforderung. Als Beifahrer in einer Personenschutz-Limousine ging es auf die hauseigene Teststrecke für einige rasante Fahrsicherheitsmanöver. Ein Abgang mit quietschenden Reifen.

Von André Pichiri