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Meine Stadt Hannover: Neues Hoflokal verspricht Schlemmen mit Stil
Hannover Meine Stadt Hannover: Neues Hoflokal verspricht Schlemmen mit Stil
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06:54 02.10.2019
In der neuen Küche des Hoflokals wird frisch und lecker gekocht. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Das Ambiente ist stilvoll und modern. Die hellen Eichentische – Echtholz, versteht sich – harmonieren optimal mit den grauen Sitzbezügen und Teppichen. Die dunklen Fachwerkbalken bilden dazu einen warmen Kontrast. Der würzige Geruch des Holzfeuers im Kamin bringt gemütliche Atmosphäre. Das neue Restaurant auf Meyers Hof im Zoo hat sich herausgeputzt – und das nicht nur äußerlich.

Hoflokal nennt sich die Gastronomie nun und hat das neue Konzept gleich in einen passenden Slogan verpackt: „Saisonal. Regional. Hoflokal!“ Also dicht am Zeitgeist. „Was ist in aller Munde, wenn man sich mit Essen beschäftigt?“, umreißt Gastro-Entwicklerin Inga Sappert die zu Grunde liegende Fragestellung. Und gibt gleich die Antwort: „Authentisch, aber nicht nur regional, sondern auch saisonal. Wir leben in Zukunft mit den Jahreszeiten.“ Entsprechend werde auch die Speisenkarte etwa alle drei Monate erneuert und den verfügbaren Feldfrüchten angepasst. Die stammen wie fast alle Produkte von regionalen Anbietern.

Gemütlich und Lecker: Die neue Zoo-Gastronomie verspricht zu einem stilvollen Schlemmerlokal zu werden. Hier ein paar erste Eindrücke.

Ein dreiviertel Jahr hat sich die Expertin um die Aufrüstung der in die Jahre gekommenen Zoo-Gastronomie gekümmert. Wobei sie schon den bäuerlichen Charme erhalten wollte. Nur eben „moderner, cooler, jünger.“ Und damit eben offen für neue Gäste, auch solche, die vielleicht keinen Zoobesuch auf dem Plan haben. Denn das Hoflokal ist über den separaten Eingang vom Parkplatz aus für jeden frei zugänglich.

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Günstiger Mittagstisch für die Büropause

Dafür wurde auch der Zugangsbereich neu und einladend gestaltet. Ein Kiesweg führt durch einen kleinen Bauerngarten hinauf zu einer Terrasse. Der rechts daneben liegende Teich, zuvor hinter dichten Büschen eher versteckt, ist nun frei gelegt. Ein freundlicher Empfang für den Gast, der sich künftig auch auf einen günstigeren Mittagstisch freuen kann. So hofft das Hoflokal auch auf Besucher aus den nahe liegenden Büros.

Gemütlich: Stilvolles Ambiente. Quelle: Frank Wilde

Die Küche verspricht Abwechslungsreiches, auch Vegetarier und Veganer kommen auf ihre Kosten. Verstecken muss sich die Küche nicht, und macht dies auch nicht. Zumindest Salate und kleinere Gerichte werden an einem großen, mitten im Saal liegenden Küchenblock zubereitet: Salatbowls etwa, hier passend Hofschüsseln genannt, oder Suppen. Auch Kuchen wartet hier in einer Vitrine. Und Getränke werden gezapft, neben Bier unter anderem auch hausgemachte Limonaden mit verschiedenen Aromen.

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Wassertränke zum Nachfüllen

An einer speziellen Wassertränke können sich die Gäste für 2,60 Euro selbst mit Wasser versorgen und beliebig nachfüllen. Hier kommt aus einem dicken Kupferrohr stilles Wasser, gekühlt und ungekühlt, sowie Sprudel auf Knopfdruck heraus, und kann mit frischen Kräutern verfeinert werden. Apropos Kräuter: Die züchtete das Hoflokal in einer Kräuterschnecke gegenüber dem Eingang selbst. Und auf dem Tischen stehen statt Blumen eben Kräutertöpfe zum Selbstbedienen.

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Küchenchef Fabian Bückner und Restaurant-Manager Daniel Rovira Fritze sind vor allem stolz auf das Engagement nicht nur ihres Teams, sondern aller Zoomitarbeiter, die in den vergangenen Monaten immer wieder Ideen beigesteuert und Hand angelegt hätten. „Mit ganz viel Herz und ganz viel Leidenschaft“, schwärmt auch Inga Sappert. Und Rovira Fritze ergänzt: „Ich bin ganz beeindruckt, mit wie viel Herzblut hier alle Gewerke des Zoos Hand in Hand gearbeitet haben. Da steckt so viel Liebe drin.“ Anders hätte der Umbau in der Rekordzeit von nicht ganz zwei Monaten auch kaum gelingen können. So aber kann das Hoflokal planmäßig am Donnerstag, dem 3. Oktober, zu Beginn der Herbstferien öffnen.

Gerichte aus Omas Zeiten

Neues Leben im Interieur, neues Leben in der Küche. Die Karte ist verhältnismäßig übersichtlich, aber wie erwähnt saisonal abwechslungsreich. „Wir haben Gerichte, die es selten gibt, alte Produkte aus Omas Zeiten, mit Kräutern, die es nur hier gibt“, macht Küchenchef Bückner einem den Mund wässrig. Und empfiehlt gleich für die Wildfans seinen Hirsch-Burger: „Das Fleisch ist der Hammer.“ Aber natürlich gibt es auch ein Veggie-Burger.

Lecker: Küchenchef Fabian Bückner (rechts) und ein Mitarbeiter am Salattresen. Quelle: Frank Wilde

Die Preise sind indes auch nicht ganz ohne. So kostet der Wildburger mit Pommes 14,20 Euro, die Veggie-Variante auch noch 11,80 Euro. Für die große Hofschüssel muss der Gast 13,20 Euro hinblättern, für den kleine Beilagensalat auch noch 5,90 Euro. Die hausgemachte Kürbissuppe kostet 4,50 Euro (klein) oder 8,50 Euro (groß). Und für die Portion Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat zahlt man 6,50 Euro. Stolze Preise, aber angemessen, wenn die Küche ihr Versprechen einhält. Eine erste Kostprobe des Salats wirkt vielversprechend.

Das Hoflokal ist Dienstags bis Freitags von 12 bis 22.30 Uhr, Samstags von 9 bis 22.30 Uhr und Sonntags von 9 bis 20 Uhr geöffnet, die Küche schließt jeweils eine Stunde früher. Montags ist Ruhetag. An Wochenenden und Feiertagen gibt es ein Frühstücksbuffet (19,50 Euro ab 17 Jahre, 14,50 Euro für Kinder zwischen 6 und 16 Jahre, 10,50 Euro für Kinder zwischen 3 und 5 Jahre). Zoobesucher werden nach dem Restaurantbesuch gegen Vorlage ihres Tickets vom Servicepersonal wieder in den Zoo hineingelassen.

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Von Andreas Krasselt