Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Neue Hochbahnsteige und Gleise raus am Hauptbahnhof
Hannover Meine Stadt Neue Hochbahnsteige und Gleise raus am Hauptbahnhof
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
17:38 03.12.2019
Auch vor dem HCC wird ein Hochbahnsteig gebaut. Die Vorarbeiten haben schon begonnen. Quelle: Christian Behrens
Anzeige
Hannover

Die Infra, der die Gleise der Üstra gehören, will auch 2020 kräftig in das Stadtbahnnetz investieren. Der Wirtschaftsplan des Unternehmens für das kommende Jahr sieht vor, dass gut 22 Millionen Euro in die Erneuerung der Infrastruktur fließen sollen. Rund 20 Millionen Euro sind für Neubauten vorgesehen. Die Summe bewegt sich damit laut Infra-Chef Christian Weske auf „ähnlichem Niveau wie 2019“.

Der Verkehrsausschuss der Region hat am Mittwoch grünes Licht für die Vorhaben gegeben, zu denen unter anderem die Erneuerung von Rolltreppen gehören sowie der Bau mehrerer Hochbahnsteige. Außerdem sollen die Gleise vor dem Hauptbahnhof entfernt werden.

Die ersten Arbeiten des Programms für 2020 sind schon angelaufen. Nach zähem Ringen hatten sich die Infra und die Politik in Hannovers Rat auf einen Entwurf für den neuen Hochbahnsteig am Hannover Congress Centrum (HCC) einigen können. Erste Leitungsarbeiten haben schon begonnen. Am Übergang vom Theodor-Heuss-Platz und Adenauerallee wurde deshalb schon eine provisorische Verkehrsführung eingerichtet.

HCC: 27 Bäume werden für Hochbahnsteig gefällt

Am Mittwoch und Donnerstag sollen außerdem 27 Bäume an der Ostseite des Theodor-Heuss-Platzes gefällt werden. „Viele der Bäume sind morsch. Andere haben weit verzweigte Wurzeln und würden die Bauarbeiten behindern“, erklärt Infra-Betriebsleiter Martin Vey den Schritt. Dafür sollen allerdings auch 40 Bäume am Platz neu gepflanzt werden.

Die Leitungsarbeiten sollen noch bis ins Frühjahr andauern. Insgesamt wird der Bau des HCC-Hochbahnsteiges rund 6,27 Millionen Euro kosten. Er soll Ende 2020 in Betrieb gehen. An den Straßen an der Westseite des Platzes soll aber auch noch 2021 gearbeitet werden. Weitere Hochbahnsteige sollen laut Planung an der Humboldtstraße, Kurze-Kamp-Straße, in Rethen/Galgenbergweg und an der Hermann-Ehlers-Allee entstehen.

Eine Million Euro für Ausbau alter D-Linien-Gleise

Schwerpunkte des Investitionsprogramms sind 2020 zudem der weitere Umbau der D-Linie im Bereich Braunstraße/Glocksee, der Bau der Stadtbahnverlängerung nach Hemmingen sowie Ausbauvorhaben in der Badenstedter und Empelder Straße.

Rund eine Million Euro soll zudem der Ausbau der Gleise des nicht mehr benötigten früheren Streckenabschnitts der D-Linie, der zum Aegidientorplatz führte. Seit Herbst 2017 rollen auf diesem Ast schon keine Bahnen mehr. Der Ausbau der Schienen und die anschließende Erneuerung der Bereiche des Ernst-August-Platzes kalkuliert die Infra mit 700.000 Euro. Rund 300.00 Euro soll der Ausbau der Gleise am Aegidentorplatz inklusive des Abriss des Hochbahnsteigs kosten. Stattdessen sollen Grünflächem angelegt werden.

Noch länger liegen bleiben werden allerdings die Gleise in der Joachimstraße, am Thielenplatz sowie in der Prinzenstraße. Bevor diese entfernt werden, müssen diese Straßenzüge neu geplant werden. Auch für diese Bereiche ist mit Millionenkosten zu rechnen. Eigentlich sollten die Gleise vor dem Hauptbahnhof laut Stadt schon 2019 ausgebaut werden. Geplant ist dort auch eine neue Busspur.

Lesen Sie auch:

Von Christian Bohnenkamp

Eine Bande von Trickbetrügern wurden im Landgericht Hannover zu sehr langen Gefängnisstrafen verurteilt. Sie hatten Senioren in mehreren Bundesländern um Hunderttausende betrogen. Die sieben Angeklagten wurden auch wegen ihres Verhaltens im Gericht bestraft.

03.12.2019

Wenn es um Elektromobilität geht, ist der US-Pionier Tesla gerne mal für eine Überraschung gut. Jetzt stellt sich der Autobauer in Hannover neu auf – und macht den Eindruck, als ob er von hier aus künftig ganz Norddeutschland bedienen will.

03.12.2019

Der ganze normale Wahnsinn im hannoverschen Straßenverkehr: Aus nichtigem Anlass verprügeln ein Autofahrer und sein Beifahrer einen Pizzaboten. Das Verfahren wurde am Dienstag im Amtsgericht eingestellt – eine Entscheidung des Verstandes und nicht des Adrenalins.

03.12.2019