Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hightech-Schule an der Bult: „Man fühlt sich wie in einem Schloss“
Hannover Meine Stadt Hightech-Schule an der Bult: „Man fühlt sich wie in einem Schloss“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:22 05.06.2019
Bezugsfertig: Das neue Förderzentrum Auf der Bult –mit (von links) Kultusminister Grant Hendrik Tonne, Schulleitung Kathrin Nippold, Architektin Prof Gesche Grabenhorst, Regionspräsident Hauke Jagau und Architekt Roger Ahrens Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

„Harte Schale, weicher Kern“ – so beschreiben die Architekten selbst ihr Werk. Es ist vollendet: Die neue Schule auf der Bult ist nach rund drei Jahren Bauzeit fertig. Zwar dauerte es ein Jahr länger als geplant, dafür blieben die Kosten halbwegs stabil: Stolze 21 Millionen hat das 8800 Quadratmeter große Gebäude die Region Hannover gekostet. Demnächst werden dort 200 Schüler und 110 Lehrer einziehen. Doch zunächst musste das größte staatliche Förderzentrum gebührend eröffnet werden.

Seltenes Vergnügen

„Ein fantastisches, schon zukunftsweisendes Gebäude“, betonte Kultusminister Grant Henrik Tonne. „Ein optimales Raumkonzept“, bemerkte Regionspräsident Hauke Jagau. „Wir freuen uns unglaublich“, sagte Schulleiterin Kathrin Nippold. Die Gastredner der Eröffnungsfeier waren voll des Lobes. Verständlich, denn vergleichbare Investitionen im Bereich Schule sind rar gesät. „Es kommt nicht so häufig vor, dass man eine große neue Schule einweiht“, gab der Regionspräsident selbst zu.

Regenerative Energiegewinnung

Und natürlich entspricht das dreigeschossige Gebäude auch den neuesten Standards: 28 Meter breit und 106 Meter lang ist die neue Schule neben dem Krankenhaus Auf der Bult – und als Passivhaus konzipiert. Es verfügt also über hochwärmegedämmte Fassade, energiesparende LED-Beleuchtung und regenerative Energiegewinnung. Wärme kommt über eine elektrische Sole-Wasser-Wärmepumpe mit 18 Erdsonden.

Außen hart, innen weich

Von außen betrachtet – vor allem von der Westseite aus, wirke das Gebäude mit seinem Weißbeton wie ein kompakter Baukörper, ja sogar wie ein Riegel, beschreiben die Architekten Roger Ahrens und Gesche Grabenhorst. Innen sieht die Welt dagegen ganz anders aus: Viel Licht dringt nach innen – vor allem im repräsentativen Eingangsbereich mit offenem Treppenhaus, weißen Wänden, hellem Boden und raumgreifenden Dachfenstern. Aber auch durch die zwei begrünten Innenhöfe. Viel Weitblicke sind möglich – etwa durch die Fensterfront nach Westen in die parkähnliche Umgebung. Hell, freundlich und leicht wirkt das alles. Wenn auch etwas nüchtern. Architekt Ahrens räumt ein: „Die Passivhaus-Vorgaben lassen auch nicht so eine verspielte Architektur zu, wie sie andere Schulgebäude oft haben.“

Hightech im Klassenraum

Die rund 20 Klassenzimmer sind hochwertig ausgestattet, mit Whiteboards, Beamer, Belüftung, holzfarbene Akustikdecken, einem ausgefeilten Lichtdesign inklusive automatischer Helligkeitsregulierung und einem kleinen Extra-Lernraum mit vollständiger Küche. „Wir haben hier viel ziemlich viel verbaut“, hatte Regionspräsident Jagau es zusammengefasst.

Beitrag zur Inklusion

Dazu gibt es Musik- und Werkräume und zahlreiche Zimmer im Verwaltungsbereich, wo auch die Mitarbeiter des mobilen Dienstes ihre Räume haben. Sie unterstützen Schülern mit Bedarf in der ganzen Region. „Mit dieser Investition leisten wir auch unseren Beitrag zu einer gelingenden Inklusion“, so Jagau.

Bis 2020 ist alles fertig

Demnächst werden die 200 Schüler mit dem Lernschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (mit und ohne Handicap) in ihr neues Gebäude einziehen. Dann wird der Rest des benachbarten Altbaus – ein Teil hatte schon zu Baubeginn dem Neubau weichen müssen – abgerissen und der Schulhof erweitert. Auch ein Werkhof für Stein- und Holzarbeiten wird noch folgen. Bis im Frühjahr 2020 ist auch außen alles fertig, schätzen die Architekten.

Die Freude bei den neuen Bewohnern ist übrigens bereits riesig: Bei einem Schnupperbesuch konnte eine Schülerin kaum ihren Augen trauen. Ihr Urteil: „Man fühlt sich ja wie in einem Schloss.“ Es gibt sicherlich schlimmere Orte zum Lernen.

So sieht das neue staatliche Förderzentrum aus.

Von Simon Polreich

Einige Stunden vor dem Konzertbeginn warteten bereits einige ungeduldige Kiss-Fans vor dem Open-Air-Gelände auf der Expo-Plaza in Hannover. Und die ließen trotz der Hitze ihre dicken Kutten an.

05.06.2019

Die Buchungen für den Sommer liegen mittlerweile auf dem Rekordniveau des Vorjahres, teilte die Tui mit. Ein zweistelliges Plus verzeichnen dabei die Türkei, Ägypten und Marokko.

05.06.2019

VW-Konzernboss Diess wollte bis zu 7000 Stellen in der Verwaltung abbauen. Nun hat man sich mit dem Betriebsrat geeinigt: Bis zu 4000 Jobs könnten wegen besserer IT entfallen – im Gegenzug entstehen 2000 neue.

05.06.2019