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Meine Stadt Modehändler macht Betrug öffentlich
Hannover Meine Stadt Modehändler macht Betrug öffentlich
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00:20 01.11.2018
HINTERGANGEN: Rolf Eisenmenger macht einen Betrug an ihm und Bekannten öffentlich – will so andere warnen. Quelle: Droese
Hannover

Rolf Eisenmenger (64), Inhaber des hannoverschen Herrenausstatters LO&GO in der Windmühlenstraße, ist sich sicher, dass er Opfer eines notorischen Betrügers geworden ist – und dass er das gerade noch entdeckt hat, bevor der Schaden so richtig groß geworden wäre. Wie es dazu kam? „Der hat sich in unser Netzwerk von Menschen, die sich kennen, die sich helfen, eingeschlichen“, sagt Eisenmenger. Er, das soll Brian S. sein - und der ist kein unbeschriebenes Blatt, sondern wohl ein notorischer Hochstapler und Betrüger. Immerhin war er vor wenigen Jahren in München vom dortigen Landgericht zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden.

Eines seiner Opfer war Alena Gerber (damals Freundin von Skispringerlegende Sven Hannawald), der er ein Honorar für eine Moderation in Höhe von 2750 Euro schuldig blieb, dazu noch eine Reihe von Wohnraum-Vermietern im Raum München.

„Wir wollen zu viert ein neues Modelabel in Hannover schaffen – dafür hat er uns die Finanzierung in Höhe von 200 000 bis 300 000 Euro zugesagt“, erzählt Eisenmenger. Außer ihm waren Niklas Schröder (aus Osnabrück, bekannt aus der RTL-Kuppelshow „Die Bachelerotte“) und Kiera Nagy (Designerin aus Essen) im Gründerteam.

Der mutmaßliche Betrüger wurde anlässlich des Ascot-Renntages auf der Pferderennbahn Neue Bult von einer Bekannten in das Netzwerk eingeführt. „Daher schöpfte keiner Verdacht, dachten wir, das sei ein integrer Geschäftsmann.“ Auch, da andere angaben, ihn schon länger zu kennen. „Offenbar nicht von seiner dunklen Seite – der hat eine echt gute Show abgezogen“, sagt der Modehändler. S. gab sich dabei auch als Gesellschafter von „Welt der Wunder TV“ und Multimillionär aus.

Als die ersten Ausgaben fällig wurden, habe S. behauptet, das Geld überwiesen zu haben – und entsprechende Überweisungsbelege vorgelegt, doch auf dem entsprechenden Bankkonto landete nichts. Eisenmenger forschte nach, stieß auf immer mehr Ungereimtheiten, fragte bei seiner Bank nach – und die entlarvte die angeblichen Zahlungsbelege als Schwindel. Und als er daraufhin bei einer Kreditauskunftei die Bonität von S. prüfte, war ihm klar: Das ist ein Betrugsfall. Jetzt hat er S. angezeigt und macht die Sache publik: „Das Problem ist: Ich habe ihn ja auch mitgenommen und anderen vorgestellt. Die und andere will ich davor schützen, mit ihm Geschäfte zu machen.“ Das geplante Modelabel für Damen- und Herrenkleidung „im Urban-Street-Wear-Style“ mit reinem Internet-Vertrieb namens Provocatore soll möglichst dennoch an den Start gehen – daran arbeiten die drei „ehrlichen Gesellschafter“ weiter.

Die NP hat dem Beschuldigten Gelegenheit gegeben, sich zu äußern. Er lehnte ab mit dem Hinweis „Ich weiß davon ja noch gar nichts.“

Von Ralph Hübner

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