Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Mit Laser gegen Unkraut
Hannover Meine Stadt Mit Laser gegen Unkraut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 07.10.2018
WEG VON DER CHEMIE: Schon bald könnte das Unkraut auf Feldern voll automatisch von einem Laser vernichtet werden.
Hannover

Es klingt wie aus einem Science-Fiction-Film: Die führerlose Maschine gleitet über einen Acker, erkennt zwischen den Nutzpflanzen das Unkraut – und vernichtet es mit einem gezielten Laserstrahl. Aber schon bald könnte solch eine voll automatisierte Anlage die Alternative zu chemischen Pflanzenschutzmitteln sein.

Das Laser Zentrum Hannover (LZH) will einen Prototypen bauen, gefördert wird das Projekt mit rund 315 000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. In den kommenden drei Jahren soll ein Demonstrator entwickelt werden, „der den robusten Bedingungen der Landwirtschaft stand hält“, erklärt Tammo Ripken, Abteilungsleiter der industriellen und biomedizinischen Optik beim LZH. Soll heißen: Der holprige Untergrund und der Dreck auf dem Acker sind Probleme, mit denen ein selbstfahrendes Präzisionsgerät erstmal fertig werden muss. „Diese Robustheit wollen wir aufs Feld bringen“, sagt Ripken.

Gelingt das, sei es durchaus möglich, eine parallel entwickelte Kameratechnik mit dem Vorführgerät zu verbinden, so dass der Laser automatisch das Unkraut erkennt und das Wachstumszentrum verschmort. Verfahren zur Pflanzenerkennung seien bereits verfügbar. Es bräuchte dann keinen Menschen mehr, der die Maschine bedient.

Ganz neu ist die Idee des Unkraut-Lasers allerdings nicht: Den rein wissenschaftlichen Ansatz dazu gab es bereits vor ein paar Jahren. Die Schädigung von Pflanzengewebe durch Wärme wurde im Labor bereits nachgewiesen, jedoch fehlte es bislang an einer geeigneten, robusten Laserstrahlquelle.

Das besondere an dieser Art der Unkrautvernichtung: Eine schnelle und präzise Strahlung, bei der andere Pflanzen und Tiere nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Und: Viele Schädlinge reagieren bereits nicht mehr auf chemische Mittel.

Neben dem LZH ist auch das Laser on demand aus Burgdorf und IPG Laser aus Burbach (Nordrhein-Westfalen) an dem Projekt beteiligt.

Von Cecelia Spohn

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Großer Polizeieinsatz in Ricklingen: Spezialeinsatzkräfte der Polizei haben am Donnerstagmorgen zwei Wohnungen nahe der Göttinger Chaussee nach einer verbotenen Waffe durchsucht.

04.10.2018

Gute Nachrichten für Bahnreisende aus Hannover: Zum Fahrplanwechsel fährt der Metronom ohne Umstieg nach Hamburg. Zudem fährt der Regionalexpress nach Braunschweig künftig alle halbe Stunde.

07.10.2018

Der Oberstabsgefreite Daniel K. wollte einer Kameradin imponieren. Doch aus dem Rendezvous auf dem Schießstand wurde nichts. Am Donnerstag wurde er wegen unerlaubten Besitzes von Munition verurteilt.

07.10.2018