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Meine Stadt Easypark-App: Parkplatz finden statt suchen
Hannover Meine Stadt Easypark-App: Parkplatz finden statt suchen
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00:20 04.11.2018
STRESS LASS NACH: Nico Schlegel von Easypark verspricht einfachere Parkplatzsuche in Hannover. Quelle: Heusel
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Hannover

Von jetzt an weniger Stress bei der Parkplatzsuche in Hannover – das versprechen die Macher von „Easypark“, die in derzeit 135 deutschen Städten bargeldlose Bezahlmöglichkeiten via Handy für öffentlichen Parkraum ermöglichen. Sie haben ihr Zahlprogramm für Handys um eine „Find & Park“-Funktion erweitert. Sie gibt Autofahrern an, wo in der Nähe gerade sehr wahrscheinlich ein Parkplatz frei ist oder eher nicht – und markiert die Straßen dazu in rot, gelb, grün. Derzeit gibt es das nur für Großstädte, die Landeshauptstadt gehört nun dazu. Den Auftakt gab es im April in Berlin, wo das Unternehmen seinen Sitz hat, Hamburg und Köln sind auch dabei; bis Jahresende soll die Easypark-App mit Find & Park in 32 europäischen Großstädten eingeführt sein.

Wo das System funktioniert

Das System funktioniert nur mit gebührenpflichtigen Parkplätzen, wo die entsprechenden Parkscheinautomaten stehen (in Hannover etwa 300). Im Stadtgebiet gibt es laut Stadtverwaltung 4000 gebührenpflichtige Parkplätze. Nicht von der App einbezogen werden freie Plätze in den an das Parkleitsystem der Stadt angeschlossenen Parkhäusern (rund 7200 Stellplätze) oder privatwirtschaftlich betriebene Parkplätze oder gar kostenlose Parkmöglichkeiten.

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AM RANDE: An den Ticketautomaten in Hannover wird schon länger auf die Bezahlmöglichkeit via Handy und Easypark hingewiesen. Quelle: Heusel

Nico Schlegel (54), Easypark-Geschäftsführer Deutschland und Österreich, verspricht: Je mehr Autofahrer die App hier vor Ort nutzen, desto besser werden deren Ergebnisse – das Programm enthalte einen selbstlernenden Algorithmus. Die freien Plätze ermittelt die App aus der Kombination von Daten, darunter in der Vergangenheit erhobene realen Daten vor Ort - dafür waren laut Schlegel in den vergangenen zwei Jahren in 30 Städten rund 1000 Mitarbeiter unterwegs.

Stresserkenntnis

Die Macher von Easypark haben aus einer Umfrage unter ihren Kunden die Erkenntnis gewonnen: 87 Prozent der Autofahrer suchen bis zu 15 Minuten nach einem freien Parkplatz – und nach spätestens zehn Minuten kippe bei 65 Prozent ihnen die Stimmung, beginne der Stress. Sie zitieren einen Verkehrspsychologen, der sagt: Da steigen Puls und Blutdruck. In der Folge würde sich das Risiko, einen Unfall zu verursachen, erhöhen. Zudem sei die Reduzierung des Parkplatzsuchverkehrs eine wesentliche Entlastung der Umweltbelastung durch den Verkehr (Abgase, Lärm).

SO GEHT ES: Chefentwickler Maurus Haefliger führt die neue App-Funktion zur Parkplatzsuche vor. Quelle: Heusel

Und das kostet?

Die Suche mit der App ist kostenlos. Ob man den gefundenen Parkplatz dann via App bezahlt (minutengenaue Abrechnung, mindestens 49 Cent oder 15 Prozent der Gebühr als Provision fällig) oder am Ticketautomaten in bar oder per Geldkarte oder SMS (womöglich Überzahlung oder Unterzahlung mit Knöllchen-Risiko), bleibt den Nutzern überlassen. Schlegel zu der in den letztgenannten Fällen entgehenden Provision: „Wunderbar, haben wir auch kein Problem damit!“ Allein die Nutzung der Funktion hilft ja, sie zu verbessern. Bisher nutzten ohnehin erst gut fünf Prozent der Parkenden die Handy-Zahlfunktion, doch steige die Zahl stetig. Maurus Haefliger (30), Chefentwickler der App-Funktion, ist sich ohnehin sicher: „Unsere Kunden wollen das Parken so einfach wie möglich haben – und werden daher auch gerne die Bezahlfunktion nutzen.“ Touristen außerhalb des Euro-Raumes dürfte die Sache zudem erfreuen: Sie können die Parkgebühren auch in ihrer Heimatwährung zahlen.

Die Easypark-App gibt es kostenlos für Android- und iPhone-Handys, als Zahlfunktion für Parkgebühren kann Paypal, Kreditkarte oder auch Bankeinzug gewählt werden. Easypark ist nach eigenen Angaben derzeit in mehr als 700 Städten in zwölf Ländern vertreten

Von Ralph Hübner