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Meine Stadt Millionenbudget – aber Szene fürchtet um Vielfalt
Hannover Meine Stadt Millionenbudget – aber Szene fürchtet um Vielfalt
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18:07 12.06.2019
LEITIDEE: Stadträtin Konstanze Beckedorf präsentiert das Skript. Quelle: Behrens
Hannover

Gut hundert Kulturschaffende haben am Mittwoch die gemeinsame Sitzung von Kultur- und Finanzausschuss besucht. Der gab grünes Licht für das kommunale Budget zur Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“. Die Szene befürchtet, dass die eingeplanten Steigerungsraten im Topf von 18 Millionen Euro nicht ausreichen.

Für das Projekt sind 80 Millionen Euro vorgesehen. 50 Millionen Euro fließen in Veranstaltungen und Großprojekte, 30 Millionen Euro in Werbung, Marketing, Personalkosten und Verwaltung. Zum städtischen Anteil eingeplant werden Mittel von EU, Bund und Land. Auch eine Beteiligung der hannoverschen Wirtschaft sowie der Region von etwa zehn Millionen Euro soll es geben.

Paket bedeutet „Kraftanstrengung“

Finanzdezernent Axel von der Ohe bezeichnet das Paket als „Kraftanstrengung“. Seit dem Jahr 2015 sei der Kulturetat um 30 Prozent gestiegen. In keinem anderen Aufgabenbereich würden Steigerungsraten und ein stabiles Budget zugesagt.

Laut Beschluss liegt die Progression von 2021 bis 2026 bei jährlich 1,5 Prozent. Die Kulturszene meint, dass schon Tarifsteigerungen diese Summe überschreiten. Von der Ohe dagegen versichert, auch Sachkosten seien mit der Summe gedeckt und jedes zu erwartende Gehaltsplus ebenfalls. Sorgen um weniger Vielfalt mache er sich nicht.

Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf versprach den Zuhörern viel Einsatz für den Kulturentwicklungsplan. Im Frühjahr 2020 werde ein Entwurf für eine langfristige Strategie vorliegen. Sie bedauerte, noch keine „konkreten Maßnahmen“ für die Bewerbung präsentieren zu können. „Das wird sich ergeben, wenn wir im Prozess vorangeschritten sind.“

Vielen im Saal des Freizeitheims Lister Turm blieb das zu schwammig. Ebenso wie Beckedorfs Aussage, man werde die Arbeit der „städtischen Museen konzeptionell unterlegen“.

Konkurrenten investieren mehr

Der Grünen-Kulturpolitiker Daniel Gardemin berichtete, die Stadt Dresden stecke 26 Millionen Euro in ihre Bewerbung um den Titel, die Stadt Nürnberg sogar 40 Millionen Euro. Hannovers Beitrag wirke aus seiner Sicht „etwas bescheiden“. Und: Er gehe davon aus, „dass dieses Gerüst nicht lange halten wird“.

Die Skepsis wird von SPD, CDU und FDP nicht geteilt. Sie zielen auf Imagegewinn und den großen Wurf. Damit der gelingt, muss die Stadt jetzt das Bitbook, also das Bewerbungsbuch, schreiben. Anfang September geht das in Druck.

Politik, Verwaltung und Kulturszene hoffen, dass die Stadt Hannover mit dem Bitbook in die zweite Runde kommt. Was der Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ bringt, würde damit auf jeden Fall konkreter.

Von Vera König

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