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Meine Stadt Messerstecher landet vor dem Schwurgericht
Hannover Meine Stadt Messerstecher landet vor dem Schwurgericht
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17:39 30.06.2019
BALD VOR DEM SCHWURGERICHT: Ferdi U. könnte auch wegen versuchten Totschlags verurteilt werden (links Anwalt Rudolf Breske). Foto: Quelle: Zgoll
HANNOVER

Es fing als ein Streit unter Nachbarn an. Und endete in einer Messerstecherei. Ferdi U. (43) muss sich demnächst vor der Schwurgerichtskammer verantworten. Eigentlich lief der Prozess gegen U. im Amtsgericht. Aber Richterin Sabine Mzee entschied nun nach der Beweisaufnahme, dass es sich auch um einen versuchten Totschlag handeln könne.

Im Dezember 2018 war der Angeklagte mit seinem späteren Opfer (57) in Bemerode mal wieder aneinander geraten. Der 57-Jährige hatte seine belgischen Schäferhunde frei herumlaufen lassen. Der Angeklagte fürchtete sich vor den Hunden. Er ging zu seinem Nachbarn, um sich auszusprechen.

Notwehr-These ist widerlegt

Am Ende des Gesprächs hatte das Opfer mehrere tiefe Messerstiche im Gesäß sowie Schrammen im Bauch- und Rückenbereich. Deshalb stand Ferdi U. wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht. Er hatte versucht, die Messerstiche als Notwehr darzustellen. Denn sein Nachbar habe aus dem Auto eine Taschenlampe genommen, in deren Griff ein Messer integriert gewesen sei, daraufhin habe er zur Waffe gegriffen.

Dem schenkte die Amtsrichterin keinen Glauben. Denn vor Gericht stellte sich heraus, dass der Wagen verschlossen war. Und in so einer Situation sei es sehr unwahrscheinlich, dass jemand zum Messer greife und dann die Autotür verschließe.

Versucht in den Hals zu stechen

Doch entscheidend war: Dass das Opfer glaubhaft versicherte, dass der Angeklagte mehrfach kraftvoll versucht habe, seinen Kontrahenten in den Hals zu stechen. Der 57-Jährige konnte den Stichen allerdings ausweichen.

„Damit haben wir einen hinreichenden Tatverdacht auf einen versuchten Totschlag“, erklärte die Richterin. Denn wer versucht in den Hals zu stechen, der nehme den Tod seines Kontrahenten zumindest billigend in Kauf.

Von Thomas Nagel

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