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Meine Stadt Hannover Messe: Navis führen in Baustellenfalle
Hannover Meine Stadt Hannover Messe: Navis führen in Baustellenfalle
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19:41 03.04.2019
DIESE BAUSTELLE WURDE ZUR STAUFALLE: Viele Autofahrer versuchten den Messeverkehr zu umfahren – und landeten schließlich in dieser Baustelle in der Brabeckstraße Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Maßnahme A – die Verkehrsregelung für die Anfahrt der Messebesucher ist seit Jahren fester Bestandteil der Hannover Messe. Auch in diesem Jahr wird der Verkehr auf dem Schnellweg morgens ab 7.15 Uhr auf diese Weise gelenkt, um größere Staus und Behinderungen zu vermeiden – und das an insgesamt drei Messetagen. Die B 3 ist dann bis zum Vormittag zwischen dem Seelhorster Kreuz und der Abfahrt Messe-Nord Einbahnstraße. Doch braucht es die Maßnahme A tatsächlich noch?

Holger Heuer von der Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) Niedersachsen ist davon überzeugt: „Es ist ein erprobtes Mittel, damit der Verkehr gut läuft. Man sollte nicht darauf verzichten.“ An den ersten Messetagen habe es während der Maßnahme A auf dem Schnellweg keine Probleme gegeben. Es sei voll gewesen, aber der Verkehr sei flüssig gerollt. „Anders sah es im untergeordneten Netz aus, also abseits der Schnellwege. Aber darauf haben wir keinen Einfluss“, so Heuer.

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Zu viele hören auf das Navi

Besonders betroffen waren Bemerode und der Kronsberg. Denn, so der Verkehrsexperte: „Obwohl wir schon weit im Vorfeld unsere LED-Verkehrstafeln mit Anfahrtsempfehlungen aufgestellt haben, fahren einige Autofahrer dennoch, entgegen unseren Empfehlungen, stumpf nach ihrem Navigationsgerät.“

Auch der Busverkehr betroffen.

So seien viele Autofahrer bereits an der Brabeckstraße vom Südschnellweg abgefahren und dort direkt in die Baustelle geraten. Gleiches galt für die Baustelle im Bereich des Kattenbrookstrift. Heuer: „Und dort hingen die Autofahrer dann fest. Sie haben nicht nur sich selbst eine gewaltige Verspätung eingebrockt, sondern auch den Anlieger- und Busverkehr regelrecht lahmgelegt. Sowohl Dienstag als auch Mittwoch herrschte dort zwischen acht und elf Uhr ein heilloses Chaos.“

Von dem Verkehrschaos seien vor allem die Buslinien 123, 124 und 127 betroffen gewesen, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek: „Es kam zu erheblichen Verspätungen.“ Das sei leider die Schwäche des Busses, so Iwannek: „Wenn er keine eigene Fahrspur hat, kann er nur mit dem Verkehrsstrom mitfließen. Und wenn der Verkehr eben steht, dann stehen auch die Busse. Aber unsere Fahrgäste sind leidensfähig und tolerant. Wir sind eben immer noch eine Messestadt.“

Von Britta Lüers