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Meine Stadt Auf der Hannover Messe ist alles smart
Hannover Meine Stadt Auf der Hannover Messe ist alles smart
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17:38 31.03.2019
HANDSCHLAG: Beim Automatisierungstechniksspezialisten Festo kann man die Bionic Soft Hand sehen, eine Roboterhand mit Künstlicher Intelligenz. Quelle: Foto: dpa
HANNOVER

Bei Bosch hat die Zukunft bereits begonnen: Auf der Hannover Messe (1. bis 4. April) zeigt der größte Zulieferer der Welt seine Vision der vernetzte Fabrik, in der keine Kabel mehr gebraucht werden und sogar der Boden intelligent ist (Halle 17, Stand A40). Zwei der Megathemen der Industrieschau – Künstliche Intelligenz und der neue Mobilfunkstandard 5 G – sind am 1300 Quadratmeter großen Bosch-Stand gebündelt.

Zukunft mit 5G

Autonome Transportsysteme bringen in dieser futuristischen Fertigung vollautomatisch die benötigten Komponenten zu digitalen Arbeitsplätzen und dank der Verbindung über das superschnelle 5G-Netz am Stand ist der sogenannte „Active Shuttle“ permanent und zuverlässig mit dem Fertigungsnetz verbunden. Kabel sind in dieser Fabrik nicht mehr nötig – in der Fabrik der Zukunft, so heißt es bei Bosch, sind nur noch Wände, Decke und Boden fest verbaut, alle anderen Teile sind beweglich und flexibel. Der benötigte Strom für den Active Shuttle (ein Bodenroller mit einer Tragkraft von 260 Kilogramm) oder eine der autonomen Produktionseinheit kommt direkt aus den smarten Bodenfliesen, auch die Kommunikation zwischen Sensoren, Anlagen und Maschinen erfolgt drahtlos. Im Hintergrund läuft die von Bosch entwickelte Nexeed Software, die Unmengen von Daten in Echtzeit sammelt, analysiert und visualisiert. Bei Bosch-internen Projekten erbrachte der Einsatz von Nexeed eine 25-prozentige Produktivitätssteigerung und eine Verbesserung der Logistikkette um 30 Prozent.

Komplett auf 5G eingestellt ist die Halle 16, hier hat die Messe eine 5G-Arena errichtet, in der unter anderem VW Nutzfahrzeuge zeigt, wie das Lernen der Zukunft aussieht. Zeiss präsentiert dort eine Lösung, wie Sensoren direkt innerhalb einer Produktionslinie Fahrzeugteile auf Spaltbreiten oder Bündigkeit prüft – ohne die hohe Bandbreit und Geschwindigkeit von 5G wäre das nicht möglich.

Roboter ein großes Thema

Auch Kollaborative Roboter sind wieder ein großes Thema – also Roboter, die direkt mit dem Menschen zusammenarbeiten können und keine Gefahr darstellen. Unter anderem Yaskawa (Halle 17, B50), Festo und Ericsson zeigen Beispiele für die menschenfreundlichen Maschinenkollegen, die nicht mehr hinter Zäunen versteckt werden müssen. Bei Ericsson ist der Arbeitsroboter beispielsweise so sensibel, dass er dank seiner Sensoren dem Besucher feinfühlig Pfefferminz-Dosen anreichen kann. Um schon dem Nachwuchs die Angst vor Maschinen zu nehmen, hat Yaskawa ein Projekt mit Schülern gestartet, die zunächst spielerisch mit Lego-Teilen und später direkt an Robotern lernen, wie die Maschinen programmiert werden.

Beim Robotik-Spezialisten Fanuc (Halle 17, A42) haben die Entwickler den kollaborativen Robotern extra eine grüne Farbe verpasst, damit er sich von anderen Automatisierungsrobotern (sind orange) visuell deutlich unterscheidet und der Beschäftigte erkennt, welchem Roboter er sich ohne Verletzungsgefahr nähern darf. Seine Europapremiere feiert dabei der neue Co-Bot CR-14aA/L: Der ist zwar klein und wendig, kann aber bei einer Reichweite von 82 Zentimetern bis zu 14 Kilogramm heben.

Am Stand des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI, Halle 2, C59) trainieren Mensch und Maschine die Zusammenarbeit – so holt dort der Roboter für seinen humanoiden Kollegen den Akkuschrauber.

VW wiederum präsentiert Anwendungsmöglichkeiten für künftig autonom fahrende Autos; vom rollenden, fahrerlosen Besprechungsraum bis zur mobilen, selbstfahrenden Krankenliege im Auto – für den Notfall.

Von Inken Hägermann

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