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Meine Stadt 150 Aussteller bei der Berufsmesse im HCC
Hannover Meine Stadt 150 Aussteller bei der Berufsmesse im HCC
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18:09 22.02.2019
Großes Angebot: Die Messe „Beruf und Bildung“ im HCC. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Die Schulzeit neigt sich dem Ende zu – und was nun? Diese Frage können Schüler und angehende Berufstätige derzeit auf der Messe „Beruf und Bildung“ klären, die noch bis Samstag, 23. Februar, im Congresszentrum stattfindet. Rund 150 Aussteller gehen dort auf Suche nach neuen Talenten.

Die Idee hinter der mittlerweile 28. Messe ihrer Art: Vornehmlich junge Messegäste können geballt und innerhalb kurzer Zeit viele Unternehmen und Institutionen kennenlernen. Aber auch auf der anderen Seite des Infotischs ist das Interesse groß: Viele Arbeitgeber suchen händeringend nach motiviertem Nachwuchs. Unter ihnen zahlreiche namhafte Unternehmen wie etwa AOK, Obi, und Volkswagen Nutzfahrzeuge, aber auch die TU Braunschweig, die MHH oder der Madsack Medien Campus stellen sich dem Nachwuchs vor.

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Ins Auge fällt der hoch gebaute Stand von Edeka, wo mit buntem Obst und einer Tombola um Aufmerksamkeit gebuhlt wird. „Aber nicht nur wegen der Werbegeschenke kommen Besucher an unseren Stand, sondern wegen ernsthaftem Interesse am Arbeitgeber“, sagt Standmitarbeiter Luca Reetze, der in der Edeka-Lagerlogistik arbeitet.

Luca Reetze sucht für Edeka Kollegen in der Lagerlogistik. Quelle: Florian Petrow

Vor allem in seiner Sparte sei der Bedarf groß, denn das Unternehmen wächst. „Ein Berufsabschluss müssen die Logistik-Anwärter nicht mitbringen. Das persönliche Auftreten ist uns wichtiger.“ Bis zu 750 Euro netto verdiene man im dritten Lehrjahr.

Richtigen Einblick in die Praxis zeigt die Firma Sappi, die eine mobile Papiermaschine ins HCC gebracht haben. Hier zeigt Maik Brüning, wie aus Zellulose Papier wird. „Wir suchen Industriemechaniker, die solche Maschinen reparieren.“

Für einen nicht mehr ganz so jungen Mann am Stand nebenan, kommt das beruflich nicht in Frage. Der 30-Jährige ist vor vier Jahren aus Syrien nach Hannover gekommen und hat gerade seinen erweiterten Hauptschulabschluss nachgeholt, schildert er sichtlich stolz. Nun versucht er in der IT-Branche Fuß zu fassen. „Ich habe an mehreren Ständen Interesse signalisiert“, sagt er und lächelt. „Jetzt kann ich nur auf die Antworten warten.“

Ebenfalls mehrere „Eisen im Feuer“ hat auch Niklas Berens. Vor allem für technische Berufe interessiert sich der 24-Jährige – von Glaser bis Sanitärinstallateur. Gerade hat er am Stand der Luftwaffe Infos eingeholt. Dort sucht Ausbildungsleiter Horst Schildhammer angehende Fluggerätmechaniker. „Nach der Lehre kann man Berufssoldat werden, oder auch in die freie Wirtschaft gehen“, sagt er. „Der Bedarf bei uns ist groß, doch viele potentielle Auszubildende denken nicht an uns, sondern fragen bei Lufthansa oder Airbus an.“ Auf der Messe betone man deshalb gezielt den „zivilen“ Charakter der dreieinhalbjährigen Ausbildung in Faßberg.

Horst Schildhammer von der Flugwaffe. Quelle: Florian Petrow

Für eine militärische Karriere seien die Kollegen von der Bundeswehr ein paar Stände weiter vornehmlich zuständig. Denn auch bei dort ist der Bedarf vor allem eines: groß.

Die Messe Beruf und Bildung läuft noch am Samstag, von 10 bis 16 Uhr, im HCC.

Von Simon Polreich