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Meine Stadt Hannover: Vier Einbrüche in Vereinsheime
Hannover Meine Stadt Hannover: Vier Einbrüche in Vereinsheime
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19:05 15.05.2019
Einbrecher am Werk.
Hannover

Immer wieder geraten Vereinsheime ins Visier von Einbrechern. In den vergangenen Tagen ist es jedoch zu einer deutlichen Häufung gekommen: Innerhalb von sechs Tagen waren Einbrecher bei vier Vereinen in Hannovers Umland zu Gange, knackten Fenster und Türen in Thönse, Otze, Neuwarmbüchen und Mellendorf – alles in der nördlichen Region. Ein Zufall?

Karl-Heinz Dralle vom Schützenverein Otzenia Otze von 1907 glaubt das nicht: „Die waren in den letzten Tagen überall. Dass es sich um eine Bande handelt, die alle abklappert, muss man doch vermuten!“, regt sich der Vereinsvorsitzende auf. Auch in seinem Schützenverein schlugen Einbrecher vor einer Woche zu, arbeiteten sich an der Tür ab, ohne ins Innere zu gelangen.

Handelt es sich um eine Bande?

Dralle versteht das Vorgehen nicht: „Wir haben hier nichts zu holen, kein Bargeld und keine scharfen Waffen.“ Dafür hinterlassen die Einbrecher einen nicht unerheblichen Schaden, nach 2011 nun schon wieder. Jetzt muss vermutlich die Tür ausgetauscht werden.

Andere Vereine hatten da mehr Pech: Etwa der Schützenverein in Mellendorf, wo Anfang dieser Woche zwei vergitterte Fenster zerstört und etwas Geld geklaut wurden. Oder der „Schützenverein Edelweiß 1952“ in Thönse (Burgwedel): Dort brachen die Einbrecher kurz nach dem Schützenfest ein vergittertes Fenster des Vereinsheims am Ortsrand auf, durchsuchten die Räume und entkamen mit etwa 500 Euro Bargeld und einem Laptop. Die Einbrecher unternahmen aber keinen Versuch, an die Waffen des Schützenvereins zu gelangen. Auch beim FC Neuwarmbüchen stiegen Täter ein, durchsuchten die Räume, klauten aber – nichts.

Hoher Schaden, wenig Beute“

Andre Puiu von der Polizei in Hannover kennt das Phänomen: „Hoher Schaden, wenig Beute“ – das sei typisch für Einbrüche in Vereinsheime, die oft wegen ihrer Abgelegenheit attraktiv für Einbrecher seien. Seiner Einschätzung nach handelt es sich aber vermutlich nicht um organisierte Täter, die etwa aus dem Ausland anreisen, um hier zuzuschlagen. „Dafür ist der Gewinn meist zu niedrig.“ Dennoch kommt es immer wieder zu Einbrüchen in Vereinsheime. Laut Puiu handelt es sich um ein „Dauerphänomen“. Warum, kann keiner genau sagen.

Für Otzenia Otze von 1907 bietet diese Einschätzung nur wenig Trost. „Für uns sind diese Taten einfach nur ärgerlich“, sagt Klubchef Dralle. Auch wenn man diesmal Glück im Unglück hatte: Die vorübergehende Nutzung des Schützenhauses als Mensa für die örtliche Ganztagsschule habe der Einbruch nicht beeinflusst.

Von Simon Polreich

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