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Meine Stadt Hannover: Mehrere Demonstrationen am Sonnabend
Hannover Meine Stadt Hannover: Mehrere Demonstrationen am Sonnabend
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15:54 05.04.2019
Demo zum Erhalt des freien Internets. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Einfach nur in Ruhe durch die Stadt flanieren? Nun, es könnte eng werden an diesem Sonnabend in Hannover: Mehrere Demonstrationen in der City sowie der Kinderlauf am Tag vor dem Marathon dürften im besten Falle für kuschelige Erlebnisse, aber vor allem ärgerliche Verkehrsbehinderungen sorgen.

Unterschiedliche Interessensakteure dürfen sich die Staus auf die Fahnen schreiben. Da sind einmal wütende Bulli-Fahrer, die sich ab 12 Uhr auf dem Schützenplatz treffen, um dann mit etwa 400 Fahrzeugen um die City zu kreisen. Sie beklagen sich auf diese Weise gegen Anti-Feinstaub-Maßnahmen unter dem Motto „Bullis gegen Dieselfahrverbote“, die Abschlusskundgebung wird etwa um 15 Uhr wieder am Schützenplatz sein.

Internet und Mieten

Ebenfalls mit Nachdruck sind 3000 bis 5000 internet-affine Bürger unterwegs, die von 12.30 Uhr bis etwa 16 Uhr gegen die Entscheidung im Europäischen Parlament zur Urheberrechtsreform protestieren. Sie befürchten, dass etwa satirische Parodien künftig nicht mehr in den sozialen Medienkanälen hochgeladen werden, weil automatische Filter sie zuvor quasi aussortieren. „Save the Internet“ heißt die Veranstaltung zum Erhalt des freien Internets deswegen auch.

Aber das ist noch nicht alles: Gegen den „Mietenwahnsinn“ radelt eine noch unbekannte Größe an Demonstranten ab 13 Uhr von der Christuskirche zu verschiedenen Standorten in der Stadt, die aus ihrer Sicht besondere „Brennpunkte der Gentrifizierung“ darstellen. Angesichts des prekären Wohnungsmarktes auch in Hannover könnten dort einige protestierende Fahrradfahrer zusammenkommen.

Und auch der Kinderlauf ab 15 Uhr ab dem Neuen Rathaus vor dem Marathon-Großereignis am Sonntag könnte für Behinderungen sorgen.

Die Polizei rät dazu, entweder selbst „andere Alternativen der Anreise“ oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, statt mit dem Auto in die City zu fahren. Sonst könnte es schell Stau statt Shoppingtour heißen.

Innenstadt muss das ertragen

Einer, der das Ganze dennoch ganz locker sieht, ist Martin Prenzler. Man lebe in einer pluralistischen Gesellschaft, eine Innenstadt müsse das eben mal ertragen,wenn Leute von ihrem Recht auf Versammlungsfreiheit Gebrauch machen würden. „Das ist wie ein 96-Heimspiel an einem verkaufsoffenen Sonntag“, meint der Geschäftsführer der City-Gemeinschaft. „Wenn 250 000 Leute ohnehin in der Stadt sind, fallen 30 000 bis 40 000 Fußballfans nicht auf.“ Kritisch wäre es nur, wenn da Hooligans aufeinander treffen würden, „die sich untereinander hassen wie die Pest“. Oder wenn extremistische politische Gegner aufeinander treffen würden. Aber auch in diesen Fällen gelte: „Wir haben sehr positive Erfahrungen mit der Polizeiinspektion Hannover. Die Polizeikräfte fahren ein hohes Maß an Deeskalation, deswegen passiert hier weniger als in anderen Städten.“

Von Petra Rückerl

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