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Meine Stadt Hannover: Manege frei für Zirkus Salto
Hannover Meine Stadt Hannover: Manege frei für Zirkus Salto
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16:21 21.03.2019
Ganz schön hoch: Mit der Unterstützung von Trainerin Paula hat es Eva auf das Trapez geschafft. Quelle: Wilde
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Hannover

Kleine weiße Bälle, einen Hocker und einen Tisch: Mehr brauchte Profi-Artist Malte Peter nicht für seine Show in der blauen Zirkusmanege vom Mitmach-Zirkus Salto. Der 29-Jährige – der sein Können an einer Pariser Zirkusschule gelernt hat – präsentierte eine Nummer, bei der auch seine Möbel durch geschickten Einsatz zu einem Teil der Show wurden.

Ganz exklusiv zeigte er den Schülern der 4e aus der Grundschule am Sandberge, der 4c aus der Grundschule Kestnerstraße und der 4c aus der Grundschule Ronnenberg was er kann.

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Drei Grundschulklassen zu Besuch im Mitmach-Zirkus Salto

Dabei ist eine Jonglage gar nicht so einfach, wie er bei der Pressekonferenz erklärte. „Man muss dafür ganz viel trainieren. Für manche Tricks brauche ich fünf bis sechs Jahre.“ Nicht nur das Training ist wichtig für einen Profi-Artisten. „Wir müssen auch lernen, wie man ein Showkonzept schreibt oder Werbung macht.“

Hannover ist Deutschlands Zirkushauptstadt

Hast du denn schon mal was falsch gemacht, fragte Maja (9). „Das passiert immer mal wieder, aber man muss dann gucken, wie man damit umgeht.“ Sahra (10) erkundigte sich, was für einen Clown besonders schwer ist. Das wusste Christian Ehlers. Der ist nämlich ausgebildeter Clown. „Ich muss auch witzig sein, wenn ich mal nicht so gut drauf bin. Das ist nicht immer einfach.“

Gegründet wurde der Zirkus vor 16 Jahren von Direktor Tobias Beyer (45). „Ich wollte damals ganz viele Kinder zusammenbringen.“ Und das hat er geschafft: Mittlerweile sind es rund 110 Kinder und Jugendliche. Mit 20 Kinderzirkussen ist Hannover sogar Deutschlands Zirkushauptstadt.

Geduldig probieren sich die Schüler beim Jonglieren

Auf Tiere verzichtet der Zirkus Salto übrigens auch. „Die gehören da nicht hin. Ich hoffe, dass es in weniger als zehn Jahren in gar keinem Zirkus mehr Tiere gibt“, machte Beyer deutlich.

Mit Unterstützung von Trainerin Paula durften die Kinder auch selber noch ihr Können testen. „Das ist ganz schön schwer“, sagte ein Mädchen, als es schließlich auf dem Trapez saß. Christian und Malte halfen beim Jonglieren mit Tüchern und dem Diabolo. Ganz geduldig versuchten sich die Nachwuchsartisten im Umgang mit den Spielgeräten, während sich die Jungs auf dem Außengelände als Parkourläufer probierten.

Von Cecelia Spohn

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