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Meine Stadt Linke kritisiert „Bannerklau“ der Stadt und spendiert eigenes Transparent
Hannover Meine Stadt Linke kritisiert „Bannerklau“ der Stadt und spendiert eigenes Transparent
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15:07 19.07.2019
Die Friedenauer Kleingärtner mit Linkenpolitikern Karsten Plotzki und Dirk Machentanz (ganz links und ganz rechts) Quelle: Florian Petrow
Hannover

Jetzt schaltet sich die Politik in den Hainholzer Plakatstreit ein: Nachdem die Stadt ein stadtkritisches Transparent vor der Kleingartenkolonie Friedenau entfernt hat, hat die Linke jetzt ein neues Banner aufgehängt.

Zuletzt ging es Schlag auf Schlag: Aus Protest gegen die von der Stadt geplante Schließung der Kolonie an der Schulenburger Landstraße, hatten die Friedenauer Kleingärtner ein Plakat vor ihren Gärten aufgehängt. Für die vielen Pendler und Anwohner war dort Kritik an der Stadtverwaltung deutlich zu lesen: „Die Stadt Hannover will unsere grüne Oase zerstören.“ Die NP berichtete am Donnerstag über die Aktion.

Stadt hatte Plakat erst am Donnerstag entfernt

Noch am selben Tag rückten Mitarbeiter der Stadt an und entfernten das Plakat. Es sei nicht standsicher und stelle eine potenzielle Gefahr für den Straßenraum da, hieß es aus der Stadtverwaltung auf NP-Anfrage.

Stadt entfernt Protestschild in Friedenau Quelle: privat

Einen Tag später folgt nun die erneute Antwort: Dieses Mal auf Initiative der Stadt-Linken, die sich für den Erhalt von Friedenau einsetzen und eine endgültige Entscheidung im Rat vor der Sommerpause verhinderten. Sie haben am Freitagmittag ein Transparent mit der Aufschrift „Sommerzeit ist Bedenkzeit: Bedrohte Kleingärten Friedenau endlich in Frieden lassen!“ vor den Gärten aufgestellt.

„Ungewollte Kritik mundtot machen“

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Rat der Stadt Hannover, Dirk Machentanz, kritisierte dabei die vorige Entfernung des Protestbanners: „Das Transparent quasi in einer ‚Nacht-und-Nebel-Aktion‘ einfach mitzunehmen erscheint als der Versuch, eine ungewollte Kritik am Agieren der Stadt mundtot zu machen.“ Die offizielle Begründung der Stadt für die Entfernung erscheine vorgeschoben. „Wenn das Banner wirklich nicht standsicher gewesen wäre, hätte in Absprache mit den Kleingärtnern sicher eine standsicherere Befestigung gefunden werden können. Wir fordern die Stadt zur Rückgabe des Banners an die Kleingärtnern auf!“, so Machentanz.

Die Linkenpolitiker erinnerten, dass sie die Stadt bereits Ende Juni zum Umdenken bezüglich der geplanten Kündigung aufgefordert hätten. „Wenn diese Aktion des Bannerklaus nun das Resultat eines Umdenkens sein soll, haben wir uns dies tatsächlich anders vorgestellt“, ergänzt Fares Rahabi, Bezirksratsmitglied der Linken in Hannover-Nord. „Ein echtes Umdenken bestünde darin, Wirtschaftsinteressen nicht einfach vor Umweltbelangen und Wohnbedarf rangieren zu lassen und endlich auf die Kündigung der Kleingärten zu verzichten“ so Dirk Machentanz.

Von Simon Polreich

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